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1:1 gegen 1899

1. FC Köln verpasst den Heimsieg

Von Thorsten Moeck, 24.09.10, 22:22h, aktualisiert 02.10.10, 15:23h

Das zweite Saisontor von Lukas Podolski und eine starke erste Halbzeit reichen dem 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim nicht zum Heimsieg. Nach 90 Minuten teilen sich die Kontrahenten im Kölner Rhein-Energie-Stadion die Punkte.

Lukas Podolski
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Lukas Podolski (r.) im Luftkampf. (Bild: afp)
Lukas Podolski
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Lukas Podolski (r.) im Luftkampf. (Bild: afp)
KÖLN - Der 1. FC Köln hat die englische Woche in der Fußball-Bundesliga mit einem Punktgewinn gegen den TSG 1899 Hoffenheim beendet. Im heimischen Stadion kamen die Kölner zu einem 1:1(1:0), das Tor für den FC erzielte Nationalspieler Lukas Podolski. Beide Mannschaften durften am Ende mit diesem Resultat zufrieden sein, denn nach überzeugender erster Halbzeit des FC war Hoffenheim nach dem Seitenwechsel deutlich besser ins Spiel gekommen.

Zu den spannenden Fragen des Abends gehörte jene, wie der 1. FC Köln innerhalb von drei Tagen die bittere Niederlage in Mainz verkraftet hatte. Bereits nach wenigen Minuten durften sich die 45 000 Zuschauer im Rhein-Energie-Stadion davon überzeugen, dass die Mannschaft bestens erholt auftrat. Trainer Zvonimir Soldo hatte die Aufstellung leicht verändert, aber vor allem eine deutlich veränderte Einstellung bei seinen Profis erreicht. Leidenschaft, Zweikampfhärte, Spielfreude - dies alles traf dieses Mal auf das Spiel der Kölner zu.

Großen Anteil am druckvollen Spiel des FC hatte in der Anfangsphase vor allem der neu in die Startelf berufene Martin Lanig. Bereits nach sieben Minuten tauchte er nach schönem Zuspiel von Lukas Podolski frei vor Hoffenheims Schlussmann Tom Starke auf, schoss diesen aber an. Nach der Niederlage in Mainz hatte Soldo auch Adam Matuschyk anstelle von Taner Yalcin aufgeboten, auch dieser Wechsel trug zur Belebung des Achtung: Kölner Offensivspiels bei.

Der FC dominierte zum Erstaunen der Zuschauer und der Hoffenheimer Spieler von Beginn an die Partie. Eine überraschende Erkenntnis der ersten Halbzeit war jene, dass der Tabellendritte kein Mittel gegen die defensiv gut gestaffelte Kölner Abwehr mit den fehlerfreien Innenverteidigern Pedro Geromel und Youssef Mohamad fand. Hoffenheim wirkte beeindruckt von der aggressiven Spielweise der Kölner. Die Folge: Rückpässe zum eigenen Torwart und ein fahriger Spielaufbau.

Die robuste Spielweise des FC führte nach 17 Minuten zur verdienten Führung. Nach Einwurf von Fabrice Ehret setzte sich der sehr agile Mato Jajalo gegen zwei Hoffenheimer durch, passte auf Podolski, der mit links knallhart - wenn auch nicht unhaltbar - ins Tor traf. Nur zehn Minuten später entsann sich sogar der kämpferisch starke Petit eines Kabinettstückchens aus seinem Repertoire. Mit feinem Hackentrick auf Jajalo überraschte er die Hoffenheimer Abwehr, doch der abgefälschte Schuss des Kölners landete nur am Pfosten.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit nahm dann auch Hoffenheim am Spiel teil. Deren Trainer Ralf Rangnick hatte Tobias Weis und den verwarnten Josip Simunic in der Kabine gelassen und dafür Gylfi Sigurdsson und Peniel Mlapa ins Spiel gebracht. Nun kombinierte Hoffenheim, störte früher und kam prompt zu Torchancen. So hatte die Kölner Führung nur bis zur 54. Minute Bestand. Dann setzte sich Demba Ba am Strafraumeck gegen Geromel durch und zirkelte den Ball am verdutzen und regungslosen Faryd Mondragon vorbei ins lange Eck. Kurz darauf stand Vedad Ibisevic nach Doppelpass mit Demba Ba frei vor Mondragon, traf aber nicht ins Tor.

Nun wollten beide Mannschaften den Sieg und erhöhten das Tempo. Podolski behauptete immer wieder Bälle in der Spitze und holte Freistöße heraus. Einen dieser Freistöße trat der Nationalspieler selbst gefährlich vor das Hoffenheimer Tor, doch Mohamad kam am langen Pfosten einen Schritt zu spät (67.). Beide Mannschaften hätten an diesem Abend das Spielfeld als Sieger verlassen können, Demba Ba hatte eine weitere gute Chance für die Gäste, Petit scheiterte anschließend mit einem Freistoß. Die größte Siegchance vergab jedoch Martin Lanig zwölf Minumit einem Schuss im Strafraum.

Köln: Mondragon - Brecko, Mohamad, Geromel, Ehret - Petit - Jajalo (81. Yalcin), Matuschyk, Lanig, Clemens (81. Freis) - Podolski. - Hoffenheim: Starke - Beck, Simunic (46. Mlapa), Vorsah, Eichner - Rudy, Gustavo - Weis (46. Sigurdsson), Salihovic - Ibisevic (88. Tagoe), Ba. - Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg). - Zuschauer: 45 000. - Tore: 1:0 Podolski (17.), 1:1 Ba (54.).



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