In einem Videoclip packt der Offensivspieler seine Sachen und lässt dort noch einmal seine Karriere Revue passieren. Der 1. FC Köln findet rührende Worte zur Entscheidung der Klublegende.
„So, Feierabend“FC-Legende Lukas Podolski gibt Karriereende bekannt

Lukas Podolski beendet seine Karriere. (Archivbild)
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Lukas Podolski beendet seine aktive Fußball-Karriere nach dieser Saison mit dem polnischen Klub Górnik Zabrze. Das gab der 40 Jahre alte Weltmeister von 2014 via Instagram bekannt.
„Ein Kapitel geht zu Ende. Eine neue Ära beginnt“, schrieb der polnische Klub bei Instagram. „Weltmeister Lukas Podolski beendet an diesem Wochenende seine erfolgreiche Karriere. Er ist nun Eigentümer seines Jugendvereins – Górnik Zabrze“, hieß es weiter. „Vielen Dank für alles, Poldi, und viel Erfolg in deiner neuen Rolle!“
Lukas Podolski gibt Karriereende auf Instagram bekannt
In einem Videoclip packt der Offensivspieler seine Sachen und lässt dort noch einmal seine Karriere Revue passieren. „So, Feierabend“, sagt er am Schluss. Dann schließt er eine Tür, auf der in sechs Sprachen „Danke Fußball“ steht. Am Samstag steht für Górnik Zabrze noch das letzte Ligaspiel gegen Radomiak Radom an, dabei dürfte Podolski gewürdigt werden.
Auch der Account der Bundesliga meldete sich in dem sozialen Netzwerk zu Wort. „Danke für all die Erinnerungen, Poldi“, hieß es von der höchsten deutschen Fußballliga.
Mit Slawomir Peszko äußerte sich schnell auch ein Weggefährte aus Kölner Zeiten: „Es war mir eine Ehre, gemeinsam mit dir beim 1. FC Köln zu spielen“, schrieb der ehemalige Mittelfeldspieler, der von 2011 bis 2015 in Köln unter Vertrag stand.
Lukas Podolski blickt auf beeindruckende Karriere zurück
Am Abend meldete sich auch der FC über Instagram zu Wort und richtete ein paar rührende Worte an die Klub-Ikone: „Lieber Poldi, die gesamte FC-Familie dankt dir für die vielen unvergesslichen Momente, die wir dank dir und mit dir erlebt haben. Für deinen neuen Lebensabschnitt abseits des Rasens wünschen wir dir alles erdenklich Gute, viel Freude und Erfolg.“
FC-Geschäftsführer Thomas Kessler betonte in einem Statement auf der Vereinswebsite: „Lukas war sportlich eine absolute Bereicherung, aber vor allem menschlich immer jemand, der sein Herz auf der Zunge getragen hat und einfach ein extrem guter Typ ist. Was ihn darüber hinaus besonders auszeichnet, ist die Art und Weise, wie er den FC und die Stadt Köln bei jeder Gelegenheit, auch weit über die Grenzen Kölns hinaus, immer im Herzen getragen und repräsentiert hat. Das ist alles andere als selbstverständlich und genau das macht Lukas aus. Dafür kann man einfach nur Danke sagen.“
Podolski selbst kommentierte sein Karriereende auch in einer Instagram-Story – indirekt. Dort postete die Vereinslegende des 1. FC Köln ein Bild, das ihn im Stadion von Gornik Zabrze zeigt, und versah es mit dem Song „I'll Be Missing You“ („Ich werde dich/euch vermissen“) von Puff Daddy.
Der 40-Jährige blickt auf eine beeindruckende Laufbahn mit der WM-Krönung in Brasilien zurück. Ausgebildet in der Jugend des 1. FC Köln feierte Podolski 2003 sein Profidebüt. Beim FC avancierte der in Polen geborene Stürmer schnell zur Kultfigur.
Viele Tore und frech-selbstbewusstes Auftreten
Dabei halfen Podolski viele Tore, aber auch sein frech-selbstbewusstes Auftreten und seine offen kommunizierte Liebe zum Klub aus der Domstadt. „Ich wollte immer ehrlich sein, der Junge von der Straße“, sagte er mal über seine unnachahmliche Art.

Rio De Janeiro: Bastian Schweinsteiger (l) und Lukas Podolski jubeln nach dem Sieg bei der FIFA Weltmeisterschaft 2014 mit dem Pokal.
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Im Juni 2004 debütierte Podolski für die deutsche A-Nationalmannschaft. Gemeinsam mit Kumpel Bastian Schweinsteiger prägte er in den kommenden Jahren die DFB-Elf. Das Duo „Poldi“ und „Schweini“ stand stellvertretend für einen neuen Stil und frische Auftritte der deutschen Auswahl.
Lukas Podolski beendet Karriere: „Er ist schon ein bisschen wie Köln“
„Er ist schon ein bisschen wie Köln: unterhaltsam, niemals langweilig, immer irgendwie das positive Lebensgefühl mit sich tragend. So hat er auch alle anderen angesteckt und mitgezogen“, sagte Ex-Bundestrainer Joachim Löw mal beim TV-Sender ProSieben über Podolski. „Und er war nahbar, bodenständig mit einer unglaublichen Empathie für die Menschen, für die Fans.“
Auf Vereinsebene zog es Podolski zum FC Bayern München. Mit dem deutschen Rekordmeister feierte er 2008 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokalsieg. Einer Rückkehr nach Köln folgten Stationen beim FC Arsenal, Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Vissel Kobe in Japan, Antalyaspor und schließlich Zabrze. (das/dpa)
