Der Bericht dieser Redaktion über die Kritik am Feuerwerk beim „Wintertraum“ im Phantasialand sorgt in sozialen Medien für kontroverse Diskussionen.
„Tierquälerei“ oder „Doppelmoral“?Bericht über Feuerwerk im Phantasialand erhitzt Gemüter

Zum Wintertraum-Programm im Phantasialand in Brühl gehört ein tägliches Abschlussfeuerwerk. Das gefällt manchem sehr, anderen gar nicht.
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Es ist seit Jahren ein wiederkehrendes Aufreger-Thema in Brühl: das Abschluss-Feuerwerk, das die Besucher des „Wintertraum“-Programms im Phantasialand allabendlich in die Nacht entlässt. Für die einen ist es ein Hingucker oder gar der stimmungsvolle Höhepunkt der Show, für die anderen – insbesondere die Anwohner in Hörweite – eine tagtägliche Lärmbelästigung und aus der Zeit gefallene Umweltbelastung.
Diese beiden Pole bestimmten auch in den vergangenen Tagen die Kommentare zur Berichterstattung dieser Redaktion. Anlass war die Kritik des „Klimabündnis Brühl“ am bunten Spektakel am Himmel über dem Phantasialand. Eine Nutzerin betont, die Kritik sei „lange überfällig“, das tägliche Feuerwerk „für ein modernes Unternehmen absolut nicht zeitgemäß. Zumal das Phantasialand mitten in einem Naturschutzgebiet liege.
Brühl: Wintertraum-Programm dauert noch bis 25. Januar an
Noch weiter geht eine andere Facebook-Nutzerin, die von „Tierquälerei“ spricht und damit auf die ebenfalls vom Klimabündnis angesprochenen Auswirkungen des täglichen Lärms auf die Tierwelt im angrenzenden Villewald verweist.
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Diese Meinungen bleiben nicht unkommentiert. Eine Frau verweist auf den Umstand, dass in anderen Parks über das gesamte Jahr Feuerwerke abgebrannt würden. Das sei in Brühl anders. Tatsächlich gibt es im Phantasialand lediglich von Mitte November an ein abendliches Feuerwerk, das von den Behörden genehmigt ist. Der letzte „Wintertraum“-Tag ist der 25. Januar.
Die Nutzerin lobt die Pyrotechniker des Parks: „Jedes Jahr aufs Neue bin ich beeindruckt, wie synchron jeder einzelne Effekt zur Musik passt.“ Und weiter: Trotz Lasershows, Drohnen und Licht- und Wasserspielen sei ein Feuerwerk „einfach ein anderes Gefühl“.
Andere wittern ein weiteres Kapitel in einer allgemeinen Verbotsdebatte. „Hier wird sich beschwert und diese Verrückten an Silvester dürfen sich austoben? Ihr habt doch den Knall nicht gehört“, schreibt einer. Wieder andere beklagen eine Doppelmoral der Klimaschützer. „Hoffentlich fliegen diese Naturschützer nie in Urlaub, besuchen nie ein Open-Air-Konzert oder irgendwelche Großveranstaltungen“, heißt es da.
Manche gehen das Thema konstruktiv an und schlagen eine Drohnenshow anstelle des Feuerwerks vor. Und noch andere sind nicht von Raketen genervt, sondern der wiederkehrenden Diskussion. „Jedes Jahr das gleiche Thema....langweilig“, schreibt ein Nutzer.
