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Fußball-BundesligaTitelrennen: Bayer kämpft, aber Bayern halten den Vorsprung

Lesezeit 2 Minuten
Bayer Leverkusen muss im Titelrennen weiter auf Patzer der Bayern hoffen.

Bayer Leverkusen muss im Titelrennen weiter auf Patzer der Bayern hoffen.

Bayer Leverkusen hält die Hoffnung auf die Titelverteidigung am Leben. Nach dem Sieg gegen Bochum liegt die Werkself aber weiterhin sechs Punkte hinter Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern.

Noch bis vor Kurzem schien der DFB-Pokal die einzige realistische Titelchance für Bayer Leverkusen in dieser Fußball-Saison zu sein. Doch inzwischen ist auch die Meisterschaft wieder Thema in der Kabine. „Wir reden natürlich über die Meisterschaft. Wir wollen alles geben bis zum Ende. Natürlich sind wir von anderen abhängig, aber wir fokussieren uns auf uns“, sagte Bayer-Abwehrspieler Jonathan Tah am Freitag nach dem 3:1-Sieg gegen den VfL Bochum. 

Die Hoffnung, etwas näher an Spitzenreiter FC Bayern München heranzurücken, erfüllte sich am Samstag aber nicht. Denn der Rekordmeister schlug den FC St. Pauli mit 3:2 (1:1) und liegt noch immer sechs Punkte vor Leverkusen. Daher muss der Doublesieger im Titelkampf weiterhin auf mehrere Patzer der Bayern hoffen. 

Starke Hinrunde duplizieren?

„Wir haben unsere Arbeit gemacht und denken jetzt an den Pokal“, sagte Trainer Xabi Alonso nach dem Erfolg gegen kampfstarke Bochumer. Bereits am Dienstagabend kämpft er mit seiner Mannschaft bei Drittligist Arminia Bielefeld um den Einzug ins DFB-Pokalfinale. „Wir müssen ruhig bleiben, aber wir haben die Klasse, alles zu gewinnen“, meinte Alonso.

Trainer Xabi Alonso zeigte sich zuletzt angriffslustiger.

Trainer Xabi Alonso zeigte sich zuletzt angriffslustiger.

Vor allem der Blick auf die Vergangenheit macht Leverkusen aber auch in der Liga Mut. In der Hinrunde gewann die Werkself gegen alle nun noch kommenden Gegner und war damit das erfolgreichste Team der Spieltage 10 bis 17. „Wir haben eine starke Hinrunde zum Ende gespielt. Vielleicht können wir das duplizieren. Und hoffentlich lassen die Bayern vielleicht auf dem Weg irgendwo Punkte liegen“, sagte Torwart Lukas Hradecky.

„Wir können nur unser Ding machen. Wir haben eins von acht jetzt geschafft und noch sieben Bundesligaspiele mit hoffentlich maximaler Punktzahl“, erklärte der Finne. „Das ist der Einfluss, den wir haben können.“

Angriffslustig in den Liga-Endspurt

Abseits des Spielfelds trat Leverkusen in der Meisterschaftsfrage zuletzt verbal deutlich offensiver auf. Während sich die Werkself und allen voran Trainer Alonso mit Kampfansagen in der Vergangenheit eher zurückhielten, zeigte sich der Spanier zuletzt angriffslustiger. „Wir wollen so viel Druck wie möglich machen“, ließ der Baske vor dem Bundesliga-Wochenende verlauten. „Es ist nicht einfach, aber der Wille und der Wunsch sind klar.“ 

Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes betonte angesprochen auf diese verbale Offensive: „Das wird auf dem Platz entschieden.“ Doch die Marschrichtung sei natürlich klar. „Es ist jetzt die letzte Phase der Saison. Was sollen wir ein anderes Ziel ausgeben als nach vorne. Das ist doch klar. Vorne gibt es nur einen Platz, der über uns ist“, betonte der 43-Jährige. (dpa)