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Fußball-BundesligaVoller Zuversicht nach Barcelona: BVB gewinnt in Freiburg

Lesezeit 3 Minuten
Carney Chukwuemeka erzielt sein erstes Tor im BVB-Trikot.

Carney Chukwuemeka erzielt sein erstes Tor im BVB-Trikot.

Die Formkurve des BVB zeigt nach oben, die des SC Freiburg nach unten. Die Breisgauer bleiben der Lieblingsgegner der Dortmunder, die nun selbstbewusst in der Königsklasse antreten dürfen.

Borussia Dortmund hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga eindrucksvoll fortgesetzt und reist zudem mit einem positiven Gefühl zum Highlight-Spiel in der Champions League beim FC Barcelona. Der in dieser Saison so inkonstante BVB setzte sich mit 4:1 (1:0) beim SC Freiburg durch und durfte knapp eine Woche nach dem jüngsten Stimmungsaufheller gegen den FSV Mainz 05 (3:1) erneut jubeln. Die Breisgauer kassierten mit dem fünften sieglosen Spiel nacheinander indes den nächsten Rückschlag im Kampf um die Europapokal-Plätze. 

Karim Adeyemi in der 35. Minute, Carney Chukwuemeka (52.) sowie die beiden eingewechselten Serhou Guirassy (68.) und Jamie Gittens (78.) erzielten vor 34.700 Zuschauern die Treffer des Tages für die Borussia und verbreiteten so leisen Optimismus im BVB-Lager vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Königsklasse am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN). Daran änderte auch der Schlusspunkt von Maximilian Eggestein nichts mehr (88.).

Kovac geht es um „Konstanz und Stabilität“

Aber nicht nur auf europäischer Bühne, auch in der Liga geht es für die Borussia noch um alles oder nichts. Denn dort kämpft der „Revierclub“ nach einer bislang durchwachsenen Spielzeit aktuell erst einmal darum, Anschluss an das obere Tabellendrittel herzustellen. 

„Wir spielen gegen einen direkten Konkurrenten“, hatte Dortmunds Trainer Niko Kovac auf die Tabellensituation hingewiesen und in Richtung seiner Schützlinge nachgeschoben: „Es geht um Konstanz und Stabilität.“ Doch in einer von beiden Teams flott geführten Anfangsphase wackelte zunächst vor allem die Hintermannschaft des 53-Jährigen.

Adamu-Fehlschuss wird bestraft

Nach nicht einmal einer Viertelstunde hatte Junior Adamu die Freiburger Führung auf dem Fuß. Dem Angreifer gelang es jedoch nicht, eine Traumkombination aus kurzer Distanz erfolgreich abzuschließen. Nur fünf Minuten später hatten die Gäste Glück, als Ramy Bensebaini der Ball im Strafraum an die Hand sprang. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied sich gegen einen Pfiff.

SC-Coach Julian Schuster hatte sich im Vorfeld auf eine „tolle Herausforderung“ für sein Team gefreut. Ohne den verletzten Stammtorhüter Noah Atubolu und den auf der Bank sitzenden Kapitän Christian Günter machten die Freiburger ihre Sache in der ersten Halbzeit über weite Strecken ordentlich. Sie liefen die Borussen früh an und erkämpften sich so immer wieder den Ball. Im Spiel nach vorn fehlte allerdings die nötige Konsequenz.

Das sollte sich rächen. Der BVB hatte nach einer halben Stunde nun mehr Kontrolle über das Spiel und belohnte sich umgehend durch Adeyemi, der gedankenschneller handelte als die SC-Defensive.

Torschütze in Freiburg: BVB-Offensivspieler Karim Adeyemi im Gespräch mit Coach Niko Kovac.

Torschütze in Freiburg: BVB-Offensivspieler Karim Adeyemi im Gespräch mit Coach Niko Kovac.

SC mit erster Chance, aber wieder jubelt Dortmund

Das Spiel nahm nach der Pause direkt wieder Fahrt auf. Torhüter Gregor Kobel und Bensebaini retteten im Verbund gegen den flinken Ritsu Doan. Freiburg hatte somit wieder die erste Möglichkeit, die Treffer fielen aber erneut auf der Gegenseite. Ein abgefälschter Schuss von Leihgabe Chukwuemeka fand über Umwege den Weg ins Tor. 

Der SC gab sich noch nicht geschlagen. Lucas Höler versuchte es aus der Drehung, schob den Ball aber knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei (56.). Dortmund hatte das Spiel jedoch weiter im Griff und ließ durch die Treffer von Guirassy und Gittens keine Zweifel mehr am Sieg gegen Lieblingsgegner Freiburg - dem siebten in Folge - aufkommen. Freiburgs Eggestein gelang nur noch das 1:4. (dpa)