Auf der Odenthaler Straße in Köln-Dünnwald wurde eine Fahrrad-Piktogrammkette markiert. Die Maßnahme ist Teil eines Pilotprojekts.
VerkehrssicherheitStadt Köln bringt Fahrrad-Piktogrammkette in Dünnwald an

Die neue Fahrrad-Piktogrammkette auf der Odenthaler Straße in Köln-Dünnwald.
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Große weiße Piktogramme von Fahrrädern erinnern nun in regelmäßigen Abständen auf der Odenthaler Straße in Köln-Dünnwald, dass Radfahrerinnen und Radfahrer auf die Straße dürfen und auf sie acht zu nehmen ist. Die „Fahrrad-Piktogrammkette“ zwischen Berliner Straße und Ortsausgang wurde im März markiert. Zudem wurde am Ortseingang eine bauliche Ausschleusung für den Wechsel vom Radweg auf die Fahrbahn ausgeführt.
Köln-Dünnwald: Piktogrammkette soll Radfahrende auf Odenthaler Straße schützen
„Mit der Piktogrammkette werden Lücken in der Radverkehrsführung auf der Odenthaler Straße – die Teil des Radverkehrskonzeptes ist – geschlossen“, teilt die Stadt Köln in einer Pressemitteilung mit. Die Piktogrammkette soll demnach verdeutlichen, dass Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Fahrbahn fahren dürfen, „da die vorhandenen Radwege hinsichtlich der Lage und Beschaffenheit teilweise nicht mehr heutigen Standards entsprechen“.
Die Piktogrammkette auf der Odenthaler Straße sei die erste von drei geplanten Piktogrammketten, die im Rahmen eines Pilotprojektes getestet werden. Dabei werde der Kfz-Verkehr durch eine Reihe von auf der Fahrbahn aufgebrachten Fahrradsymbolen auf die Radfahrenden besonders aufmerksam gemacht. Piktogrammketten zielen laut Stadt Köln hauptsächlich darauf ab, die Verkehrssicherheit des Radverkehrs und das subjektive Sicherheitsgefühl der Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern.
Stadt Köln will in Pilotprojekt noch weitere Piktogrammketten anbringen
Im zweiten Schritt sollen die Piktogrammketten in der Mommsenstraße in Lindenthal im Abschnitt zwischen Dürener Straße und Sülzgürtel und der Niehler Straße in Niehl im Abschnitt zwischen Niehler Kirchweg und Graditzer Straße markiert werden. Die Piktogrammketten sollen so angebracht werden, dass ein ausreichender Sicherheitsabstand zu parkenden Fahrzeugen besteht und Unfällen durch sich öffnende Autotüren vorgebeugt wird.
Anfang 2023 hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen die Anwendung sogenannter Piktogrammketten durch einen Erlass zugelassen. „Insbesondere auf Straßen, auf denen in absehbarer Zeit keine Neuaufteilung des öffentlichen Raumes umgesetzt werden, kann die Piktogrammkette ein geeignetes Instrument sein, um das Miteinander im Straßenverkehr zu stärken“, so die Stadt Köln.