Im Jahr 1983 eröffneten Franca und Carmelo Giannone ihre „Trattoria Etna“. Sie brachten die sizilianische Küche nach Longerich. Nun hören sie auf.
Arrivederci nach 41 JahrenKölsche Sizilianer geben ihre Trattoria ab

Carmelo und Franca Giannone geben ihr Restaurant Etna nach 41 Jahren ab.
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Am Abend des 30. März wird ein Kapitel in der Geschichte Longerichs geschlossen: Nach Jahrzehnten der Leidenschaft für hochwertige italienische Küche gehen Carmelo und Franca Giannone in den Ruhestand. Ihre Trattoria Etna ist seit über 40 Jahren ein fester Bestandteil der Kölner Gastronomieszene. Viele Gäste sind längst zu Stammkunden geworden.
Trattoria Etna eröffnete im Jahr 1983
Carmelo begann seine kulinarische Reise in einer urigen Kneipe im Longericher Veedel. Mit Vision, Mut und Durchhaltevermögen in Krisenzeiten verwandelte er das Lokal in eine Trattoria, die bald zu einem Hotspot für authentische, italienische Küche wurde. Doch Carmelo blieb nicht stehen. Inspiriert von seinen familiären Wurzeln, erweiterte er das Angebot unter anderem um sizilianische Gerichte, klassische Pasta und Antipasti. So entstand eine Trattoria, die den originalen Geschmack Siziliens nach Köln brachte.

Das Restaurant soll einen neuen Inhaber weitergeführt werden.
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Franca, Köchin seit 41 Jahren und die kreative Seele der Trattoria, zauberte mit ihren individuellen Gerichten, stets neue kulinarische Überraschungen. Ihre Kreativität und Leidenschaft fürs Kochen machten die Trattoria Etna zu einem Ort, an dem sich Gäste wie zu Hause fühlten. Carmelos und Francas Sohn Angelo entwickelte im Etna seine Leidenschaft für das Pizza-Backen.
Carmelo und Franca haben nicht nur ein Restaurant, sondern eine Familie geschaffen. Ihre Trattoria war stets ein Ort der Wärme und des Willkommens, wo man sich wie bei Freunden fühlte. Dreimal die Woche, mittwochs, donnerstags und sonntags, ist auch mittags geöffnet, was viele Longericher sehr schätzen.
Obwohl Carmelo und Franca nun in den Ruhestand gehen, bleibt die Trattoria Etna ein wichtiger Teil der Kölner Gastronomie. Das Restaurant wird in neuen Händen weitergeführt; wann genau die Wiedereröffnung sein wird, ist noch offen. Carmelo und Franca wollen im Ruhestand viel Zeit in Italien verbringen, wo sie ein Stück Land mit selbst angebauten Olivenbäumen besitzen. „Ein letztes Grazie mille an unsere lieben Gäste, an die Mitarbeiter, an unsere Geschäftspartner, Freunde und Familie“, so die beiden.