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Da fehlt das rechte MaßToilette am Rheinufer in Rodenkirchen erfordert zweiten Gang

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Mobile Toilette vor einer Umhausung

Die Aufstellung einer mobilen Toilette vor der Umhausung am Rheinufer wirft Fragen auf.

Nicht auf Anhieb passte die mobile Toilette am Rheinufer in Rodenkirchen in ihre Umhausung. Die Antwort auf die Warum?-Frage ist einfach.

Verwundert waren in der letzten Woche zu Fuß Gehende am Rheinufer in Rodenkirchen vor einem merkwürdigen Konstrukt stehen geblieben. An der Uferstraße, zur Rheinseite gewandt, wurde auf Höhe des Wohnparks, an der Grüngürtelstraße, zunächst ein Fundament erstellt. Es folgte eine dunkelbraune Umhausung, die jede städtische Mobiltoilette normalerweise umgibt. Das Problem: Eine der beiden Dixiklos blieb vor der angedachten Umfassung stehen.

Das Dach des mobilen Klos war einfach zu hoch für den städtischen Bau. „Ist das ein Schildbürgerstreich? Hat die Stadt jegliches (Augen)maß verloren?“ fragten belustigte Anwohner. Die Antwort der städtischen Pressestelle ist recht simpel: „Das WC passt nicht hinein, weil die obere Platte über der Öffnung zu früh festgeschraubt wurde.“

Rodenkirchen: Falscher Einbau der mobilen Toiletten

Normalerweise wird die Stirnseite in der Regel nach dem Einrücken der Kabinen montiert. Sie soll vor Diebstahl und auch Vandalismus schützen. Hier waren die Arbeiter etwas voreilig und mussten noch einmal anrücken. Die Stadt Köln beauftragt die Abfallwirtschaftsbetriebe mit der Aufstellung und Reinigung der Toiletten. Der vermeintliche Schildbürgerstreich war am Freitag letzter Woche behoben.

Das zweite Klo steht nun auch am rechten Platz, was allerdings auch nicht den Gusto aller trifft. „Sie nun direkt vor dem Hochhaus zu platzieren, dürfte man fast als Unverschämtheit bezeichnen“, schreibt ein Leser an diese Zeitung. Auch beim öffentlichen Gang geht das Auge eben mit. Immerhin werden die beiden verkleideten Miettoiletten ganzjährig aufgestellt und ersetzen jene, die bisher mitten auf der Wiese an der Rodenkirchener Riviera standen.

„Die ehemaligen Toiletten an der Riviera waren wegen Hochwasserschutz nur saisonal in Betrieb“, sagt Pressesprecherin Sabine Wotzlaw. Ein weiterer Standort für die Erleichterung im öffentlichen Raum sei derzeit in Arbeit und soll voraussichtlich noch vor der warmen Jahreszeit in Betrieb gehen.

Es ist im Übrigen ein elementares Grundrecht, seine Notdurft ungehindert verrichten zu können. Das lässt sich aus Art. 3 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und Art. 1 und 2 Grundgesetz ableiten. Alle städtischen Toilettenstandorte können im Internet nachgelesen werden.


www.toiletten.koeln