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Verdacht auf BlindgängerMetallfund in Köln-Lindenthal – Bombenentschärfung möglich

Lesezeit 3 Minuten
Das Bild zeigt einen geborgenen Blindgänger in Brandenburg.

Wird einer oder werden mehrere solcher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ab Montag (7. April) in Köln-Lindenthal gefunden? Untersuchungen sollen die Verdachtsfälle klären. (Symbolbild)

In der kommenden Woche könnte es in Köln-Lindenthal zu einer Bombenentschärfung und Evakuierung kommen. Das ist der Grund.

Bei Bodenuntersuchungen vor dem Verlegen einer Stromtrasse in Köln-Lindenthal sind metallische Gegenstände im Boden festgestellt worden. Um herauszufinden, ob es sich hierbei um Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg oder anderes Metall handelt, wird von Montag bis Freitag (7. bis 11. April) der Boden an der betreffenden Stelle aufgegraben. Das teilte die Stadt Köln am Freitag (4. April) in einer Pressemitteilung mit.

Sollten eine oder mehrere Weltkriegsbomben gefunden werden, kommt es im gesamten Zeitraum zur Entschärfung der Blindgänger. Zuvor wird das betroffene Gebiet evakuiert werden.

Größe des Evakuierungsbereich ist noch nicht bekannt

Das würde die beiden Kliniken, das Evangelische Krankenhaus Weyertal und das Hildegardis-Krankenhaus, miteinschließen. Wie die Stadt weiter mitteilte, seien die Kliniken bereits informiert und hätten entsprechende Vorbereitungen getroffen. Dazu gehört unter anderem das Verschieben von OP-Terminen und die Verlegung von Patientinnen und Patienten in andere Kliniken, sofern dies möglich ist.

Über die Größe des möglichen Evakuierungsbereichs im Falle einer oder mehrere Funde ist noch nichts bekannt. Der Radius ist immer abhängig von der Größe der Bombe und der Umgebung. Erst nach Sichtung der Verdachtspunkte wird der Evakuierungsbereich durch den Kampfmittelräumdienst, das Ordnungsamt und die Bezirksregierung Düsseldorf festgelegt.

Diese Straßen sind betroffen

Die Kerpener Straße, Teilbereiche der Bachemer Straße und der Universitätsstraße, außerdem die Zufahrt zum Hildegardis-Krankenhaus werden von Straßensperrungen und von Umleitungen betroffen sein, wie es heißt.Zusätzlich kann es im Bereich des Aachener Weihers und der Uniwiesen zu Einschränkungen für den Rad- und den Fußverkehr kommen. Diese können unter Umständen bis Ende April/Anfang Mai 2025 andauern, teilt die Stadt mit. Informationen können im Verkehrskalender der Stadt Köln und Auskünfte zu Fahrpländerungen bei den Kölner Verkehrs-Betrieben abgerufen werden.

Das sollten Sie im Fall einer Evakuierung tun

Die Stadt bittet Anwohner bereits vorab zu planen, wo sie sich im Falle einer Evakuierung aufhalten können. Für Menschen, die sich in dem Zeitraum nicht zu Freunden oder Familie gehen können, wird eine Anlaufstelle in der Theodor-Heuss-Realschule, Euskirchener Straße 50, Köln-Sülz, eingerichtet. Sie steht im Falle der Evakuierung ab 9 Uhr zur Verfügung.

Außerdem weist die Stadt daraufhin, an benötigte Medikamente und die Unterbringung von Haustieren zu denken. Diese können nicht in die Anlaufstelle in der Theodor-Heuss-Realschule mitgebracht werden.

Anwohner, die eine Reise in den Osterferien planen, sollten an ihr Reisegepäck denken. Im Falle einer Evakuierung kämen diese eventuell nicht mehr rechtzeitig in ihre Häuser und Wohnungen zurück, um das Gepäck holen zu können.

Sobald eine Evakuierung notwendig wird, informiert die Stadt Köln auf ihren Social-Media-Kanälen sowie in der Presse und im Hörfunk.

Weitere Informationen im Fall eines oder mehrerer Bombenfunde finden sich in einem Frage- und Antwort-Katalog (FAQ) und dem interaktiven Karten-Modul.