Millionenfach wurde die Serie schon abgerufen: «Adolescence» erzählt von einem Teenager, einem Mord und toxischer Männlichkeit. Die Idee einer zweiten Staffel sehen die Macher skeptisch.
ErfolgsserieZweite Staffel von „Adolescence“? Das sagen die Serienmacher

Owen Cooper spielt Jamie Miller in der britischen Netflix-Serie „Adolescence“.
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Die Serie „Adolescence“ über einen mörderischen Teenager entwickelt sich zum großen Erfolg - die Macher äußern sich allerdings skeptisch über eine mögliche Fortsetzung. Auf die Frage, ob er Interesse an einer zweiten Staffel habe, sagte Regisseur Philip Barantini der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, die Sache solle seiner Meinung nach für sich stehen.
Die Debatte, die die Serie ausgelöst habe, habe ihn überwältigt. „Wir haben wirklich gehofft, dass es unter Eltern ein wenig eine Debatte gibt“, sagte Barantini. Die Miniserie des Streamingdiensts Netflix ist bereits in den ersten Tagen millionenfach abgerufen worden. Sie erzählt von dem 13-jährigen Jamie, der im Verdacht steht, ein Mädchen getötet zu haben.
Die Serie setzt sich auch damit auseinander, dass nicht wenige Jungs im Internetzeitalter versuchen, mangelndes Selbstbewusstsein mit aggressiver Maskulinität zu kompensieren, und damit, welche Folgen das haben kann.
„Glaube nicht, dass es eine zweite Staffel geben wird“
Auch Drehbuchautor Jack Thorne freute sich über den Erfolg des Formats, äußerte sich aber zurückhaltend zu einer weiteren Staffel. In einem Interview des Fernsehsenders ITV wurde er gefragt, ob sie Lust hätten, in einer zweiten Staffel die Geschichte des Mädchens zu erzählen.
Dafür seien sie nicht die Richtigen, sagte Thorne. Es gebe aber Filmemacher, die ihre Geschichte oder eine ähnliche erzählen könnten. „Und diese Shows sollten gemacht werden.“
Ihr Ziel sei es gewesen, Jamies Geschichte zu erzählen, und diese Geschichte sei abgeschlossen. „Deswegen glaube ich nicht, dass es eine zweite Staffel geben wird“, sagte Thorne. Sie würden aber mit dem Format, in einem Take zu drehen, weiter experimentieren wollen. Die vier Echtzeit-Episoden von je rund einer Stunde waren ohne Schnitt gedreht worden. (dpa)