Meine RegionMeine Artikel
AboAbonnieren

Plage vor TraumsträndenRiesige Quallenart breitet sich um spanische Urlaubsinsel aus

Lesezeit 2 Minuten
Eine Spiegeleiquallen treibt durchs Meer.

Spiegeleiquallen treten aktuell massenhaft vor der Küste Mallorcas auf. (Archivfoto)

Der Anstieg der Temperaturen habe zu einer deutlichen Vermehrung verschiedener Quallenart geführt.

Vor der Küste Mallorcas sorgen derzeit wieder die sogenannte Spiegeleiquallen für Aufsehen. Wie die spanische Zeitung „Cronica Balear“ berichtet, habe sich die Quallenart bereits zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr sprunghaft vermehrt.

Mit ihrer markanten Form und Färbung erinnern die Nesseltiere an Spiegeleier – und machen durch ihr vermehrtes Auftreten viele Badegäste auf der balearischen Urlaubsinsel nervös. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich diese ungewöhnlich aussehende Quallen im westlichen Mittelmeer verstärkt ausgebreitet.

Spiegeleiquallen breiten sich vor Mallorcas Küste aus

Die kuriosen Meeresbewohner sind eigentlich harmlos, alarmierend ist ihr massenhaftes Auftreten dennoch. Der Klimawandel spielt dabei eine Rolle, denn der Anstieg der Temperaturen im Mittelmeer habe zu einer deutlichen Vermehrung der Quallenart auch an den Küsten Mallorcas geführt, so Experten.

Spiegeleiquallen, auch als Cotylorhiza tuberculata bekannt, sind für den Menschen in der Regel nicht lebensgefährlich. Ihre Nesselzellen, die sie zum Beutefang und zur Verteidigung einsetzen, sind relativ schwach und für uns meist ungefährlich. Die Tiere werden nur etwa ein halbes Jahr alt.

Spiegeleiquallen-Plage vor Mallorca: Größe ist respekteinflößend

Trotzdem sollte man es vermeiden, sie zu berühren, denn ihr Stich kann schmerzhaft sein. Respekt einflößend ist das Tier aber allein schon durch seine Größe: Der Schirm der Qualle erreicht immerhin einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern. Im Gegensatz zu anderen Quallenarten lebt die Spiegeleiqualle knapp unter der Wasseroberfläche und kann sich auch unabhängig von Meeresströmungen aktiv fortbewegen.

Blaue Segelqualle verstopfen zwei Häfen auf Mallorca

Neben der Spiegeleiqualle treibt auch die blaue Segelqualle ihr Unwesen auf der spanischen Ferieninsel. Am Wochenende wurden gleich zwei Häfen auf Mallorca von dieser Quallenart heimgesucht, berichtet das „Mallorca Magazin“.

Die Nesselzellen der Spiegeleiquallen, mit denen sie ihre Beute fangen und sich verteidigen, sind relativ schwach und verursachen bei Kontakt in der Regel keine ernsthaften Probleme. Bei den meisten Menschen bleibt es bei einer leichten Hautreizung wie einem leichten Brennen, Juckreiz oder einer vorübergehenden Rötung, die schnell wieder abklingt.

Im Gegensatz zu gefährlichen tropischen Quallenarten wie der Würfelqualle oder der Portugiesischen Galeere produzieren Spiegeleiquallen keine starken Gifte, die zu schweren Verletzungen oder lebensbedrohlichen Reaktionen führen können. Nur in sehr seltenen Fällen, z.B. bei besonders empfindlichen Personen oder bei Allergikern, kann es zu einer stärkeren Reaktion kommen. (mbr)