Damit hatten die „Bares für Rares“-Verkäufer nicht gerechnet, dass ihr Zufallsfund vom Dachboden eine Achterbahnfahrt der Gefühle auslösen würde: Vom bitteren Händler-Duell zur kuscheligen Schmuserunde.
„Bares für Rares“-Händler beschimpfen plötzlich Kollegen - dann hält der eine Ansprache

„Was ist denn da los?“, wirkte Markus Wildhagen irritiert, als Fabian Kahl immer weiter bot. (Bild: ZDF)
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In der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter wurde es am Ende richtig „kuschelig“. Obwohl ein Dachbodenfund die Händler erst zu einem erbitterten „Kollegensau“-Duell forderte, lagen sie sich nach dem Verkauf sogar in den Armen und planten einen gemeinsamen Spieleabend ... (Bild: ZDF)
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In der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter wurde es am Ende richtig „kuschelig“. Obwohl ein Dachbodenfund die Händler erst zu einem erbitterten „Kollegensau“-Duell forderte, lagen sie sich nach dem Verkauf sogar in den Armen und planten einen gemeinsamen Spieleabend ...
Doris und Winfried aus Kludenbach hatten in ihrem kürzlich gekauften Haus ein altes Brettspiel auf dem Dachboden gefunden. „Das sieht mächtig alt aus“, schnaufte Lichter, als er die Spielfiguren aus Zinn entdeckte. Laut Detlev Kümmel stammte das Spiel mit dem Titel „Fröhliche Rheinfahrt“ vom Verlag Josef Scholz aus Mainz.

Doris und Winfried aus Kludenbach hatten in ihrem kürzlich gekauften Haus ein altes Brettspiel auf dem Dachboden gefunden. „Das sieht mächtig alt aus“, schnaufte Lichter, als er die Spielfiguren aus Zinn entdeckte. Laut Detlev Kümmel stammte das Spiel mit dem Titel „Fröhliche Rheinfahrt“ vom Verlag Josef Scholz aus Mainz. (Bild: ZDF)
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Der Verlag hatte künstlerische Spiele hergestellt, denn auch die einzelnen Sehenswürdigkeiten am Rhein, auf dem Brett und auf dem Karton, hatte ein Illustrator entworfen: Fritz Westenberger. Der Experte datierte das Spiel Ende der 1930er Jahre. Und dafür war das Objekt wirklich in einem sehr guten Zustand.
„Bares für Rares“-Händler irritiert: „Was ist denn da los?“

Der Verlag hatte künstlerische Spiele hergestellt, denn auch die einzelnen Sehenswürdigkeiten am Rhein, auf dem Brett und auf dem Karton, hatte ein Illustrator entworfen: Fritz Westenberger. Der Experte datierte das Spiel Ende der 1930er Jahre. Und dafür war das Objekt wirklich in einem sehr guten Zustand. (Bild: ZDF)
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„Es ist wunderschön“, säuselte Lichter und fragte dann nach dem Wunschpreis. Der lag zwischen 40 und 50 Euro. Doch Experte Kümmel schätzte den Wert höher auf 100 bis 150 Euro ein: „Denn Spielesammler mögen sowas, vor allem in dem Zustand“, wusste er. „Ui“, freute sich das Verkäufer-Paar und Lichter dachte: „Das kann man in die Vitrine stellen.“

Nach dem Verkauf schritt Kahl zum Spiel, packte es ein und hielt seine wohl geplante Ansprache: „Lieber Julian, darf ich dir als mein Freund dieses Spiel zum Geschenk machen?“ Schmitz-Avila freute sich sehr über die Geste und auch Elisabeth Nüdling war von so viel Herzlichkeit ganz entzückt: „Oh, ist das schön.“ (Bild: ZDF)
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Auch im Händlerraum kam das Spiel sehr gut an, vor allem bei Julian Schmitz-Avila, der beim Anblick der Rheinlandschaft aufschrie: „Das ist meine Heimat, Junge.“ Der Händler erkannte sogar Orte wieder, wo er „in der vierten Klasse auf Klassenfahrt“ war (in Bacharach) oder wo „der Vater Zahnmedizin studiert hat“.
Elisabeth Nüdling schien auch begeistert „von dem Heimatkundlichen“, denn „man lernt etwas beim Spielen“. Doch das erste Gebot für seine „schönen Erinnerungen“ bot natürlich Schmitz-Avila: 80 Euro. Überboten wurde er aber recht schnell von Kollege Fabian Kahl. Plötzlich hangelten sich beide Händler in Zehn-Euro-Schritten die Preis-Latte hoch.
„Was ist denn da los?“, wirkte Markus Wildhagen irritiert. Für ihn schien 100 Euro schon ein „sehr gutes Gebot“. Auch Schmitz-Avila war sichtlich verärgert, denn „ich habe mit meinem ersten Gebot wirkliche Heimatverbundenheit gezeigt“. Danach erhöhte er auf 150 Euro und dachte, das Spiel wäre seins. Doch die Rechnung hatte er ohne Kahl gemacht.
„Jetzt wird's kuschelig“

Eine Kette mit einem Schleifen-Anhänger samt Diamantrosen und Naturperlen aus Platin (585er Gold) datierte Wendela Horz in den 1910er Jahren. Gewünscht wurden 500 Euro. Die Expertin schätzte 400 Euro. Doch Elisabeth Nüdling zahlte sogar 850 Euro. (Bild: ZDF)
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Kahl bot munter 160 Euro und zog sich damit den Groll der anderen Händler zu. „Das ist unfassbar“, meckerte Wildhagen und Steve Mandel beschimpfte Kahl sogar als „Kollegensau“. Weiter zu bieten schien Schmitz-Avila zu riskant und auch zu teuer: „Bei aller Liebe.“ Und so erhielt Fabian Kahl tatsächlich den Zuschlag für die „Fröhliche Rheinfahrt“.

Ein Eisläufer-Paar aus Bronze datierte Bianca Berding zwischen 1870 und 1890. Für das Objekt von dem französischen Bildhauer Charles Georges Ferville-Suan lag der Wunschpreis bei 1.500 Euro. Die Expertin taxierte 1.800 bis 2.500 Euro und Fabian Kahl zahlte 2.300 Euro. (Bild: ZDF)
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Nach dem Verkauf schritt Kahl zum Spiel, packte es ein und hielt seine wohl geplante Ansprache: „Lieber Julian, darf ich dir als mein Freund dieses Spiel zum Geschenk machen?“ Schmitz-Avila freute sich sehr über die Geste und auch Elisabeth Nüdling war von so viel Herzlichkeit ganz entzückt: „Oh, ist das schön.“
„Jetzt wird's kuschelig“, scherzte Steve Mandel, als sich Kahl für den Freundschaftsbeweis eine Umarmung abholte. „Danke Schatz“, säuselte Schmitz-Avila und Wildhagen wollte schon sein „Tränenglas“ zücken. Danach planten die beiden ihren gemeinsamen Spieleabend „mit unseren Freundinnen“, obwohl sich Schmitz-Avila jetzt schon als Gewinner fühlte.
„Bares für Rares“: Die weiteren Objekte der Sendung

Wendela Horz datierte ein Armband und eine Brosche aus 585er Gold mit Turmalinen wegen des minimalistischen Designs in den 1960er Jahren. Der Wunschpreis lag bei 2.800 bis 3.000 Euro. Die Expertin taxierte sogar auf 3.400 bis 3.600 Euro. Letztlich zahlte Händlerin Elisabeth Nüdling 3.300 Euro. (Bild: ZDF)
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Als weiteres Objekt der Sendung erinnerte Bianca Berding eine Jugendstil-Vase im Design an den Keramiker Julius Dressler. Doch den Werkstatt-Stempel konnte sie nicht entziffern. Für das Objekt um 1910 wünschte sich der Verkäufer 300 bis 400 Euro. Berding schätzte 100 bis 150 Euro. Steve Mandel zahlte 200 Euro.
Eine Kette mit einem Schleifen-Anhänger samt Diamantrosen und Naturperlen aus Platin (585er Gold) datierte Wendela Horz in den 1910er Jahren. Gewünscht wurden 500 Euro. Die Expertin schätzte 400 Euro. Doch Elisabeth Nüdling zahlte sogar 850 Euro.
Ein Eisläufer-Paar aus Bronze datierte Bianca Berding zwischen 1870 und 1890. Für das Objekt von dem französischen Bildhauer Charles Georges Ferville-Suan lag der Wunschpreis bei 1.500 Euro. Die Expertin taxierte 1.800 bis 2.500 Euro und Fabian Kahl zahlte 2.300 Euro.
Eine Kleinbildkamera (MDC) von Minox erkannte Experte Detlev Kümmel als Sonderedition: „Gold Edition“-Kamera mit vergoldetem Aluminium-Korpus von 1994/95. Der Verkäufer wünschte sich 500 Euro. Kümmel schätzte 500 bis 600 Euro. Steve Mandel zahlte 620 Euro.
Wendela Horz datierte ein Armband und eine Brosche aus 585er Gold mit Turmalinen wegen des minimalistischen Designs in den 1960er Jahren. Der Wunschpreis lag bei 2.800 bis 3.000 Euro. Die Expertin taxierte sogar auf 3.400 bis 3.600 Euro. Letztlich zahlte Händlerin Elisabeth Nüdling 3.300 Euro. (tsch)