True-Crime-Fan Jack Quaid schlüpft in der neuen Serie „Happy Face“ erstmals in die Rolle eines Serienkillers. Als wirkliche Herausforderung empfand dies der Hollywoodstar nicht. Dafür hatte er viele lobende Worte für eine Kollegin in petto.
Deshalb brachte Dennis Quaid die Rolle eines Serienmörders nicht aus der Fassung

In der Serie „Happy Face“ ist Dennis Quaid als Serienmörder an der Seite von Annaleigh Ashford zu sehen. (Bild: 2025 CBS Studios Inc. )
Copyright: 2025 CBS Studios Inc.
Er ist längst ein fester Bestandteil in Hollywood: Seit den 70ern steht Dennis Quaid vor der Kamera - mit Durchbruchsrollen in Filmen wie „The Right Stuff“ oder „The Big Easy“. Der US-Amerikaner hat in seiner langen Karriere schon viele Rollen verkörpert: Astronauten, Cowboys, Helden, gebrochene Männer - aber selten Figuren, die so tief in menschliche Abgründe blicken lassen wie seine neueste Rolle in „Happy Face“ (Paramount+ & WOW).
Dort spielt der 70-Jährige den Serienmörder Keith Hunter Jesperson - und überrascht mit einer lakonischen Gelassenheit im Umgang mit dieser düsteren Figur. Dabei ist es das erste Mal, dass Quaid einen echten Serienkiller spielt. Groß war die Herausforderung für ihn dennoch nicht, wie er im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau erklärte: „Serienmörder haben keine echten Gefühle oder Empathie. Das ist nicht schwer zu kopieren.“
Quaid ergänzte nachdenklich: „Die wirklich schwierige Rolle hatte meine Kollegin Annaleigh Ashford, die Melissa spielt - die echte Tochter des Killers. Sie wuchs mit dem Bild eines liebevollen Vaters auf, bis sie mit 15 Jahren erfuhr, dass er ein Monster ist.“
Privat ist Jack Quaid True-Crime-Fan
Tatsächlich basiert die Serie auf der wahren Geschichte von Melissa Jesperson Moore, die erst als Teenager entdeckte, dass ihr Vater für eine Serie brutaler Morde verantwortlich war. Die Serie erzählt die Geschichte aus ihrer Perspektive - ein entscheidender Punkt für Quaid, wie er gegenüber teleschau klarstellte: „Ich habe die Rolle auch nur angenommen, weil die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird. Hätte man sie aus seiner Sicht erzählt, hätte ich das nie unterstützt.“
Diese klare Haltung zieht sich durch das gesamte Projekt. Für Quaid ist der Täter keine Figur, der man eine Bühne geben sollte. Vielmehr sei „Happy Face“ eine Geschichte über Trauma, Verarbeitung und die Kraft, das eigene Leben zurückzuerobern. Besonders beeindruckt zeigte sich der Schauspieler dabei von Melissa selbst, die nicht nur die Dreharbeiten begleitete, sondern sich auch aktiv für die Opfer ihres Vaters einsetzt.
Wie Dennis Quaid privat zum Hype rund um True-Crime-Dokumentationen steht? „Meine Frau und ich schauen jeden Abend vorm Schlafengehen True-Crime-Dokus. Ich liebe es, in andere Welten einzutauchen - und plötzlich sitzt man da und kombiniert selbst wie ein Ermittler“, gab er lachend zu. Mit „Happy Face“ liefert Quaid nun selbst einen Beitrag zum boomenden Genre - und zeigt, dass auch nach über 40 Jahren im Geschäft noch neue, tiefgründige Rollen auf ihn warten. (tsch)