„Bridget Jones - Verrückt nach ihm“, „Ein Mädchen namens Willow“ und „Like A Complete Unknown“, eine Filmbiografie über den jungen Bob Dylan mit Timothée Chalamet in der Hauptrolle: Das sind die Kino-Neustarts am 27. Februar.
Geburt einer MusiklegendeDas sind die Kino-Highlights der Woche
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Timothée Chalamet, zuletzt einer der angesagtesten Jungschauspieler in Hollywood, verkörpert in „Like A Complete Unknown“ den jungen Bob Dylan. (Bild: Searchlight Pictures/Disney)
Copyright: Searchlight Pictures/Disney
Geboren wird er als Robert Allen Zimmerman. Bekannt ist er jedoch seit über 60 Jahren unter dem Namen Bob Dylan. Songs wie „Blowin' In The Wind“ (1963) und „Like A Rolling Stone“ (1965) machen den aus Minnesota stammenden Singer/Songwriter zu einem der einflussreichsten lebenden US-Musiker - nicht zuletzt dank seiner Wandelbarkeit und seiner poetischen Qualitäten. 2016 erhält Dylan, der seine Karriere als Folksänger beginnt, gar den Nobelpreis für Literatur. Eben diesem stets etwas geheimnisvollen Superstar widmet Regisseur James Mangold in „Like A Complete Unkown“ eine filmische Biografie, die den Aufstieg der Musiklegende und einen aufsehenerregenden Richtungswechsel nachzeichnet.
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Die Sängerin Joan Baez (Monica Barbaro) ebnet Bob Dylans (Timothée Chalamet) Weg zum Star der Folkszene. (Bild: Searchlight Pictures/Disney)
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Außerdem neu im Kino: „Bridget Jones - Verrückt nach ihm“, der vierte Teil über eine von Renée Zellweger gespielte Chaotin, und die Kinderbuchverfilmung „Ein Mädchen namens Willow“, die von einer jungen Hexe erzählt.
Like A Complete Unknown
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Bridget Jones (Renée Zellweger) möchte sich wieder ins Arbeitsleben stürzen. (Bild: Universal Studios)
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„Like A Complete Unkown“ basiert auf dem Sachbuch „Dylan Goes Electric!“ von Elijah Wald und ist mit einem der angesagtesten Jungschauspieler Hollywoods besetzt. Seit dem intimen Liebesdrama „Call Me By Your Name“ (2017) weiß man um die Fähigkeiten Timothée Chalamets, der zuletzt mit „Dune“ (2021) und „Dune: Part Two“ (2024) auch im Blockbuster-Kino eine gute Figur abgab. Passend für das Dylan-Biopic sieht er dem Kultmusiker durchaus ähnlich und hat als Sänger einiges auf dem Kasten. Wie zu hören war, hat sich Chalamet auf die Rolle mehrere Jahre vorbereitet und diverse Instrumente erlernt. Könnte der Lohn ein Oscar sein? Eventuell. Über eine Nominierung durfte sich der gebürtige New Yorker jedenfalls schon freuen.
Mit Bob Dylan porträtiert Regisseur James Mangold bereits zum zweiten Mal einen bedeutenden US-Musiker in einem Spielfilm. In „Walk the Line“ (2005) inszenierte er Joaquin Phoenix als Country-Star Johnny Cash. Der Vollblutmime performte die darin auftauchenden Songs ähnlich überzeugend wie Chalamet im Falle Dylans.
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Nach dem Tod ihres Gatten Mark erhält die alleinerziehende Bridget Jones (Renée Zellweger) tatkräftige Unterstützung von ihrem Ex Daniel Cleaver (Hugh Grant). (Bild: Universal Studios)
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Anders als in der früheren Leinwandbiografie konzentriert sich Mangold in „Like A Complete Unknown“ allerdings auf einen kürzeren Zeitabschnitt im Leben seines Protagonisten. Dylans Anfänge und sein Wechsel von der Folk- zur Rockmusik stehen im Fokus. 1961 kommt der junge Liedermacher nach New York und stattet seinem im Krankenhaus liegenden Idol Woody Guthrie (Scoot McNairy) einen Besuch ab. Dessen Freund und beruflicher Weggefährte Pete Seeger (Edward Norton) erkennt rasch Dylans Talent.
Sehr bald folgen Auftritte. Doch zunächst muss sich Dylan oft mit Cover-Versionen alter Folk-Klassiker begnügen. Als er eine Beziehung mit der Aktivistin Sylvie Russo (Elle Fanning verkörpert eine fiktive Figur, die auf Dylans damaliger Lebensgefährtin Suze Rotolo basiert) beginnt, ermuntert sie ihn, für seine eigenen Lieder zu kämpfen, und beeinflusst ihn mit ihren politischen Ansichten. Den endgültigen Durchbruch bringt aber erst eine Affäre mit der Sängerin Joan Baez (Monica Barbaro). Zum neuen Star der Folkszene und der Protestbewegung in den 1960er-Jahren aufgestiegen, wähnt sich Dylan irgendwann in einer kreativen Sackgasse. Beim Newport Folk Festival nimmt er schließlich eine kontrovers diskutierte musikalische Kursänderung vor.
Bridget Jones - Verrückt nach ihm
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Willow (Ava Petsch) erbt einen Wald und findet in dem Fuchs Rufus einen echten Freund. (Bild: Constantin Film Verleih Gmbh)
Copyright: Constantin Film Verleih Gmbh
Keine Frage, Renée Zellweger ist untrennbar mit der Rolle der Bridget Jones verbunden. Im Kino aktiv war sie zwar schon einige Jahre vorher. Weltweite Bekanntheit erlangte die US-Amerikanerin jedoch erst mit der von Helen Fielding erdachten Romanfigur, die 2001 in „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“ den Sprung auf die große Leinwand schaffte. Als liebenswert-chaotischer Single auf der Suche nach der Liebe spielte sich Zellweger in die Herzen des Publikums.
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Sie müssen gemeinsam den Wald retten: Valentina (Cora Trube), Willow (Ava Petsch), Gretchen (Anna von Seld) und Lotti (Mary Tölle, von links nach rechts). (Bild: 2024 SamFilm GmbH/Constantin Film Verleih Gmbh/Stefanie Leo)
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2004 erschien mit „Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns“ eine Fortsetzung, die ebenfalls auf einer Buchvorlage Fieldings basiert. „Bridget Jones' Baby“, der dritte Teil der Reihe, ließ dann allerdings satte zwölf Jahre auf sich warten. Für Zellweger war die Rückkehr in ihre Paraderolle auch das Comeback nach einer rund sechsjährigen Kinoauszeit. Wiederum neun Jahre nach dem letzten Auftritt startet nun mit „Bridget Jones - Verrückt nach ihm“ das vierte Kapitel. Interessant dabei: Während der Film in Deutschland erneut auf die Leinwand kommt, wurde er in den USA „nur“ als Streaming-Premiere veröffentlicht.
Endete der Vorgänger noch mit der Hochzeit von Bridget und Mark Darcy (Colin Firth), stellt sich die Situation für die Titelheldin inzwischen komplett anders dar. Seit Marks Tod vor vier Jahren ist Bridget eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder und kümmert sich aufopferungsvoll um die beiden. Hilfe bekommt sie auch von ihrem ehemaligen Liebhaber Daniel Cleaver (Hugh Grant). Als sie erneut den Sprung in die Arbeitswelt wagt, hat es Bridget mit einer echten Herausforderung zu tun: Wie bringt man Familie, Beruf und Liebesleben am besten unter einen Hut?
Ein Mädchen namens Willow
Fantasy-Stoffe für Kinder und Jugendliche stehen nach wie vor hoch im Kurs. Einiger Beliebtheit erfreut sich zuletzt auch die Buchreihe „Ein Mädchen namens Willow“ von Sabine Bohlmann, deren erster Band 2020 auf den Markt kam. Fünf Jahre später findet die Geschichte um eine junge Hexe auch den Weg in die Kinos - inszeniert von Mike Marzuk, einem Experten für Familienunterhaltung. In der Vita des Regisseurs finden sich unter anderem mehrere „Fünf Freunde“-Abenteuer.
Die Romanverfilmung erzählt von Willow (Ava Petsch), die über ein besonderes Erbe ihrer Großtante Alwina staunt. Nicht nur ist sie plötzlich Besitzerin eines ganzen Waldes. Noch dazu bekommt sie ein windschiefes Haus und Alwinas Hexenkraft geschenkt. Ganz schön viel auf einmal, was es da kennenzulernen und zu verarbeiten gibt.
Viel Zeit zum Nachdenken hat Willow jedoch nicht. Denn gleich als Nächstes erhält sie einen wichtigen Auftrag: So schnell wie möglich soll sie drei andere Mädchen finden, die ebenfalls magische Fähigkeiten haben. Der Grund? Gemeinsam müssen sie zwielichtige Gestalten stoppen, die den Wald zerstören wollen. Unterstützt wird Willow bei ihrer Rettungsmission auch von einem Fuchs namens Rufus. (tsch)