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Klare Worte bei „Wer wird Millionär?“Jauch kritisiert türkisches Strafrecht – Publikum applaudiert

Bei „Wer wird Millionär?“ wurden plötzlich Jura und Strafrecht Thema – und zwar das in der Türkei.

Günther Jauch zeigte sich bei „Wer wird Millionär?“ (RTL) sarkastisch-kritisch gegenüber dem türkischen Strafrecht.  (Bild: RTL)

Günther Jauch zeigte sich bei „Wer wird Millionär?“ (RTL) sarkastisch-kritisch gegenüber dem türkischen Strafrecht. (Bild: RTL)

Ob Recep Tayyip Erdoğan Fan von „Wer wird Millionär?“ (RTL) ist? Wenn der türkische Ministerpräsident die aktuelle Sendung sieht (am Montag, 19. Oktober, bei RTL und vorab auf RTL+), erlebt er vielleicht eine Überraschung, die ihm nicht allzu sehr gefällt. Denn Quizmaster Günther Jauch (70) wurde plötzlich politisch und thematisierte das türkische Strafrecht - und zwar sehr ironisch.

Sie brachte den kleinen Exkurs in die türkische Justiz ins Rollen: Kandidatin Nazan Yilmaz studiert Jura und machte gerade ihr Auslandssemester in der Türkei. (Bild: RTL)

Sie brachte den kleinen Exkurs in die türkische Justiz ins Rollen: Kandidatin Nazan Yilmaz studiert Jura und machte gerade ihr Auslandssemester in der Türkei. (Bild: RTL)

Ausgangspunkt war Kandidatin Nazan Yilmaz aus Herford. Die studiert Jura und absolvierte gerade ihr Auslandssemester in der Türkei. „Ganz schlimm“, fand sie. Nicht, dass es ihr dort nicht gefiel, aber: „Ich hab nicht mal'n Wörterbuch gekriegt. Ich versteh schon deutsches Jura nicht besonders und dann noch da türkische obendrauf ...“ Jauch meinte: „Und das Recht ist ja auch ein bisschen anders.“ Was Yilmaz relativierte: „Also das Strafrecht ist eigentlich sehr ähnlich, das haben die von uns übernommen.“

„Das ist ne starke Frage, Herr Jauch“

Das wunderte Jauch dann doch. „Wirklich? Und warum sitzen die dann beim Erdoğan, wenn man einmal demonstriert hat, warum sitzt man dann zwölf Jahre im Knast?“ Im Publikum kam Jubel auf, Kandidatin Yilmaz lächelte auch und meinte: „Das ist ne starke Frage, Herr Jauch.“ Der Moderator nickte und kicherte: „Da bin ich schon lieber hier.“

Außerdem outete sich der Quizmaster als ehemaliger Jura-Interessierter. „Also ich hab ja auch mal Jura studiert - und ich fand das eine Semester super.“ Aus der Jura-Karriere, die er für durchaus möglich hielt (“Da hätte schon was draus werden können“) wurde nichts. Als er an der Deutschen Journalistenschule in München angenommen wurde, entschied er sich für den Journalismus und brach das Jura-Studium ab. (tsch)