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Über 100.000 UnterschriftenProminente unterstützen Petition zum Erhalt von Phoenix

Lesezeit 1 Minute
Senta Berger liegt etwas an dem Informationskanal Phoenix: Die Schauspielerin ist eine von über 1000 Unterstützerinnen und Unterstützern einer Petition, die den Erhalt des Senders fordert. (Bild: 2021 Getty Images/Hannes Magerstaedt)

Senta Berger liegt etwas an dem Informationskanal Phoenix: Die Schauspielerin ist eine von über 1000 Unterstützerinnen und Unterstützern einer Petition, die den Erhalt des Senders fordert. (Bild: 2021 Getty Images/Hannes Magerstaedt)

Gefährdet die geplante Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks den Informationssender Phoenix? Möglich ist es. Eine Petition möchte nun dem Ende des Senders zuvorkommen.

Der Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix ist in seiner Existenz bedroht. (Bild: phoenix)

Der Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix ist in seiner Existenz bedroht. (Bild: phoenix)

Nur noch zwei von vier Informationskanälen sollen ARD und ZDF nach dem Inkrafttreten des sogenannten Reformstaatsvertrags betreiben dürfen. Welche Sender es treffen würde, steht zwar noch nicht fest, aber eine Petition möchte jetzt schon den Erhalt des Ereignis-, Politk- und Dokumentations-Kanals Phoenix als eigenständiger Sender erreichen. „Phoenix muss bleiben! - Für eine besser informierte Republik“ lautet die Forderung - für diesen Zweck wurden über 100.000 Unterschriften gesammelt.

Auch prominente Politikerinnen und Politiker wie Michel Friedman, Sigmar Gabriel, Gesine Schwan und Gregor Gysi haben den Aufruf unterschrieben. Dazu kommen Kulturschaffende wie Senta Berger, Bjarne Mädel, Oliver Welke und Diana Kinnert. Übergeben werden sollen die Überschriften der Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Mittwoch.

Ministerpräsidentenkonferenz vertagt Entscheidung

Der ehemalige CDU-Politiker Michel Friedman war einer der Erstunterzeichner der Petition. (Bild: 2012 Getty Images/Andreas Rentz)

Der ehemalige CDU-Politiker Michel Friedman war einer der Erstunterzeichner der Petition. (Bild: 2012 Getty Images/Andreas Rentz)

Diese wird sich allerdings nicht mit der Reform von ARD und ZDF auseinandersetzen. Denn die öffentlich-rechtlichen Sender halten an ihrer Klage gegen die Aussetzung der Rundfunkerhöhung fest. Zu diesem Zweck haben sie beim Verfassungsgericht Beschwerde eingelegt. Sie argumentieren, dass sie einen rechtlichen Anspruch auf die von der unabhängigen Expertenkommission KEF ermittelte bedarfsgerechte Beitragserhöhung haben.

Weil die Vertreter der Bundesländer Bayern und Sachsen-Anhalt sich weigern, die Unterzeichnung des Reformstaatsvertrags zu unterzeichnen, ehe die Verfassungsbeschwerde fallengelassen wurde, wird sich die Ministerpräsidentenkonferenz in der Konsequenz nicht damit auseinandersetzen. (tsch)