Mit seiner Äußerung, Selenskyj sei ein „Diktator ohne Wahlen“, hatte Trump deutliche Kritik auf sich gezogen. Von der Formulierung will er nichts mehr wissen.
„Habe ich das gesagt?“Selenskyj ein Diktator ohne Wahlen? Trump weiß nichts davon
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Donald Trump gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Trump Tower bei einem Treffen die Hand. (Archivbild)
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US-Präsident Donald Trump will sich an seine Diktator-Aussage über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht erinnern können. „Habe ich das gesagt? Ich kann nicht glauben, dass ich das gesagt habe. Nächste Frage“, antwortete Trump auf eine entsprechende Nachfrage, ob er immer noch glaube, dass Selenskyj ein „Diktator“ sei.
Trump hatte am 19. Februar im Zuge der Diskussion über Verhandlungen mit Russland über einen Frieden in der von den Russen angegriffenen Ukraine seinem Online-Sprachrohr Truth Social geschrieben: „Als Diktator ohne Wahlen sollte Selenskyj besser schnell handeln, sonst wird er kein Land mehr haben.“ Die Aussage war in der Folge international scharf kritisiert worden.
„Diktator ohne Wahlen“: Trump will sich an Selenskyj-Spruch nicht erinnern
Bundeskanzler Olaf Scholz hatte es als „schlicht falsch und gefährlich“ bezeichnet, Selenskyj die demokratische Legitimation abzusprechen.
Auch der britische Premierminister Keir Starmer, den Trump am Donnerstag empfing, hatte zuletzt mehrfach bekräftigt, Selenskyj sei das demokratisch gewählte Staatsoberhaupt der Ukraine. (dpa)