Die Wolferter Jecken griffen in diesem Jahr ein aktuelles Thema auf. Nachwuchssorgen kennen sie nicht.
Karneval in HellenthalIm Wolferter Bürgerhaus steppte der Wolf

Als Wolfgang und Wolfgang bewiesen Markus Klinkhammer (l.) und Jan Diederichs, dass Synchrontanz keineswegs Hexenwerk ist, wenn man es mit der Synchronität denn nicht übertreibt.
Copyright: Christoph Heup
Beim närrischen Motto für ihre Sitzung hatten es die Wolferter Vereine in diesem Jahr nicht schwer: Seitdem Wölfe in den Wäldern rund um den Ort hausen, bietet Isegrim viel dörflichen Gesprächsstoff. Daher heulte im Bürgerhaus zum diesjährigen Karnevalsabend sprichwörtlich der Wolf. Und „der Rote“ (Michael Conrads) durfte ganz schön oft zum Saalbesen greifen, um die Spuren auf der Bühne zu beseitigen.
An dem wohl stattlichsten Rotkäppchen der Märchenwelt hätte ein jeder Wolf sich allerdings arg verschluckt – oder besser verhoben: Für seine Schlagfertigkeit ist Sitzungspräsident „Günzi“ (Günther Lentzen) ebenfalls bekannt, jedenfalls für die mit dem Mundwerk. Wenn er in der Bütt seine ebenso obligatorische wie alljährlich ergebnislose Tollitätensuche mit vielen pikanten Begebenheiten und Anekdoten aus dem Dorfgeschehen spickt, bleibt keine Auge trocken. Und auch für die Akteure hat er stets einen treffenden Gag parat.
Wolferter Synchron-Tanzpaar war nicht immer ganz synchron
Davon gibt’s viele an einem Wolferter Karnevalsabend. Und es werden immer mehr, denn Nachwuchssorgen kennt man nicht. So ließen die zwei „Drei Fragezeichen“ Luca Vey und Bert Klinkhammer an diesem Abend das Publikum gleich bei mehreren zauberhaften Darbietungen staunen. Und auch Wolfgang und Wolfgang, die ja eigentlich Jan Diederichs und Markus Klinkhammer heißen, wussten in einem Doppelauftritt auch noch als mehr oder weniger synchrones Synchron-Tanzpaar zu überzeugen.

An Rotkäppchen „Günzi“ (Günther Lentzen) hätte sich der Wolf (Ruth Klein) wahrlich verhoben.
Copyright: Christoph Heup
Zur Strecke brachten den bösen Wolf schließlich die Akteure des Jugendclubs – allerdings nicht den, der brav im Saal auf die Prämierung der schönsten und mottogerechtesten Kostüme wartete. Gerd Lenzen hatte laut Applausometer in der Publikumsgunst schließlich seine lange Wolfsnase vorne und teilte den Preis generös mit dem Rotkäppchen-Präsidenten.
Viele Tanzgarden aus den Nachbarorten kamen nach Wolfert
Nicht fehlen durften die acht Tänzer der von Regina Conrads trainierten Jungspunde, die sich nach den artistischen Darbietungen der Vorjahre diesmal mehr in Richtung eines klassischen Männer-Westernballetts bewegten.
Damit die Jecken im gut gefüllten Bürgerhaus auch selbst in Schwung sowie auf Tische und Bänke gerieten, spielten zum Auftakt der Wolferter Musikverein und zum Abschluss die Band „Keine Ahnung“ schmissige Karnevalsmusik.
Auch wenn die Udenbrether Tanzgruppe Bluefinity diesmal krankheitsbedingt absagen musste, so waren auch die jecken Nachbarn mit Tanzgarden vertreten: die Blau-Gelben aus Sieberath mit der von Maren Klein und Lisa Hupp trainierten Funkengarde und den Danzmädcher von Viktoria Peters und Miriam Mertens sowie die aus dem Ländchen mit den Lions, die Julia Riesener anleitet.