Der Rheinisch-Bergische Kreis muss sich erklären, findet die SPD Leichlingen.
„Umfangreiche Veränderungen“SPD Leichlingen sorgt sich um den ÖPNV in der Blütenstadt

Die SPD Leichlingen fürchtet, dass sich der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in ihrer Stadt verschlechtert. (Archivbild)
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Die SPD Leichlingen fürchtet, dass sich der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in ihrer Stadt verschlechtert. „Zum 7. Januar erfolgten umfangreiche Veränderungen in Leichlingen. Diese schränken den ÖPNV gerade im Westen der Stadt erheblich ein“, heißt es in einer Anfrage an Bürgermeister Frank Steffes, die Fraktionsvorsitzender Dominik Laufs, Ratsmitglied Uwe Bräutigam und der Sachkundige Bürger Erhard Kühn unterzeichnet haben.
Die Sozialdemokraten wollen wissen, was genau sich für Leichlingen seit dem 7. Januar verändert habe und wieso. Zudem erhoffen sie sich Auskunft darüber, wie viele Buskilometer mehr oder weniger dadurch im Jahr gefahren werden, wie die Stadt in die Veränderungen eingebunden wurde, und wann von der Haltestelle Stoß (Opladener Straße) wieder eine direkte Busverbindung nach Leverkusen Mitte und zum Kölner Hauptbahnhof eingerichtet wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rheinisch-Bergischen Kreises sollen darüber im nächstens Infrastruktur-, Mobilitäts- und Betriebsausschuss Auskunft geben, fordert die Fraktion weiter.
Leichlingen: Nicht mehr ohne Umstieg nach Köln und Leverkusen
Bisher, so die SPD, habe die Linie SB25 zweimal in der Stunde an der Haltestelle Stoß gehalten und sei eine Direktverbindung nach Köln oder Leverkusen gewesen. Jetzt halte nur noch einmal die Stunde die 253 und sie fahre nur bis Opladen. Fahrgäste kommen also von dort nicht mehr ohne Umstieg nach Leverkusen Mitte oder zum Hauptbahnhof nach Köln. Für die Haltestelle Trompete gelte das in Bezug auf die Verbindung nach Köln ebenfalls.
Auch gebe es keine Verbindung mehr ohne Umstieg vom Leichlinger Westen zum Schulzentrum oder nach Solingen. „Verbindungen mit Umstieg und damit Reisezeiten von 20 bis 50 Minuten innerhalb einer Entfernung von circa zwei Kilometer bis zum Schulzentrum sind keine hinnehmbare Alternative“, schreiben die Sozialdemokraten dazu.
Und bei der geplanten Vollsperrung der Zugstrecke im Rahmen der Generalsanierung wird es in 2026 über mindestens ein halbes Jahr keinen Zug geben.
Ebenfalls verschlechtert habe sich die Verknüpfungen von Buslinien mit Umstieg am Bahnhof Leichlingen in Richtung Köln und zurück. So komme die Linie 253 immer um 43 Minuten nach der vollen Stunde am Bahnhof an, die Bahn nach Köln fahre allerdings schon um 41 nach. Umgekehrt: Die 253 fahre zum Beispiel nach Stoß immer um 12 nach, der Zug kommt aus Köln aber erst um 14 nach an.
Der gesamte Leichlinger Westen habe seit dem 7. Januar keine direkte ÖPNV-Verbindung nach Westen, führen die Politiker weiter aus, seit die SB25 nach Leichlingen Busbahnhof über Balken nach Bergisch Neukirchen fahre. Die Bahn werde also wichtiger, oder das Auto. Die Regionalbahn 48, die von Leichlingen aus fahre, sei allerdings unzuverlässig. „Und bei der geplanten Vollsperrung der Zugstrecke im Rahmen der Generalsanierung wird es in 2026 über mindestens ein halbes Jahr keinen Zug geben.“
„In Zeiten der dringend erforderlichen Verkehrswende stellt der ÖPNV so für mehr Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt keine umweltschonende Alternative mehr da“, fassen die Sozialdemokraten zusammen. ÖPNV-Aufgabenträger ist der Kreis, der damit "alle Bemühungen für die notwendige Verkehrswende in Leichlingen" konterkariere.