350 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die 50.000 Quadratmeter große brennende Fläche zu löschen. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt.
Größter Brand der StadtgeschichteOverather Feuerwehr kämpft in Brombach zwei Tage gegen Flammen

Eine vier Fußballfelder große Fläche brannte in Overath.
Copyright: Wehr Overath
Es sind die Bilder, die an die Großbrände insbesondere in Südeuropa erinnern: Große Flächen stehen in Brand, Hubschrauber kreisen über dem Gebiet und löschen aus der Luft. Am Boden werden die Flammen bekämpft, um insbesondere Siedlungen zu schützen. In Overath-Brombach hatte die Feuerwehr ein Gebiet von rund 50.000 Quadratmetern im Blick, in dem die Feuer immer wieder aufflammten. Die Fläche entspricht etwa sieben Fußballfelder.

Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt.
Copyright: Christopher Arlinghaus
Gemeldet wurde das Feuer am Donnerstagnachmittag, unter Kontrolle war es am späten Donnerstagabend und noch am Freitag war die Feuerwehr mit den Nachlösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Unterstützung bekam die Feuerwehr aus Bergisch Gladbach und Lindlar. Insgesamt waren rund 350 Feuerwehrleute zwei Tage im Schichtdienst Einsatz.
Wie der Feuerwehreinsatz in Overath ablief
Marcol Bücheler, der Sprecher der Overather Feuerwehr, berichtet, wie es vor Ort bei der Ankunft der ersten Feuerwehrkräfte aussah: „Uns war sofort klar, dass wir schnell handeln mussten.“ Zwar liegt das Brandgebiet abgelegen von größeren Siedlungen, gleichwohl war die erste Aufgabe gewesen, mit „Riegelstellungen“ Menschen und Häuser zu schützen.

Die Einsatzleitung bei der Besprechung.
Copyright: Christopher Arlinghaus
So lag etwas ein Bauernhof mit Pferdezucht in dem Gefahrenkreis. „Was uns zu schaffen machte, waren die wechselnden Windrichtungen“, so Bücheler. Gebrannt habe vor allem das strohtrockene Unterholz - ein Funkenflug zu einer anderen Stelle und schon brannte es dort.
Dabei war die Topographie extrem schwierig. Teilweise ging es extrem steil hoch. Die Aufnahmen aus der Luft geben diese Steigungen nicht wieder. In dem Gelände mussten die Einsatzkräfte teilweise klettern. Es war ein Einsatz unter extremen Bedingungen. Bücheler: „Alles was die Feuerwehr zum Transport von Wasser hat, war im Einsatz.“ Es war seiner Einschätzung nach der größte Waldbrand in der Stadtgeschichte.
Die Sülztalstraße war von Donnerstagabend bis Freitagnachmittag in beide Richtungen gesperrt.
Unterstützung gab es von Bauern, die mit Traktoren Wasser heranschafften. Ebenfalls vor Ort waren Mitglieder von „Atfire“ einem ehrenamtlichen Katastrophenschutz.

Am Tag nach dem Brand zeigte sich deutlich, dass vor allem das Unterholz gebrannt hatte.
Copyright: Christopher Arlinghaus
Leicht verletzt wurde im Einsatz ein Feuerwehrmann. Ansonsten kam niemand zu Schaden. Aber über Stunden lag der Brandgeruch in der Luft. Per Warn-App Nina waren die Anwohner aufgefordert worden, ihre Fenster geschlossen zu halten.
In der Einsatzzentrale wurde die Brandbekämpfung systematisch geplant. Dabei konnte die Feuerwehr von ihren Übungen profitieren.
Die Häufung von Waldbränden (siehe Kasten) kommt für die Feuerwehr nicht überraschend. Seit Wochen hat es nicht mehr richtig geregnet. Dabei wird sich die Gefahrenlage nur langsam ändern. Mit dem Frühling kommt das feuchte Grüne. Bücheler: „In einigen Wochen sieht das alles sicher viel entspannter aus.“ Noch aber ist die Brandgefahr hoch - Regen ist nicht in Sicht.