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Kommentar

Barrierefreier Bahnhof
Nach Ankündigungen müssen auch in Brühl Taten folgen

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Lesezeit 2 Minuten
Das Bild zeigt die Bahnhofstreppe in Brühl am Schloss.

Die Umbauarbeiten soll jetzt am Bahnhof Brühl beginnen. Die Treppe soll barrierefrei umgebaut werden.

Vor einem Jahr sollte die Treppe am Bahnhof barrierefrei umgebaut werden. Daraus wurde nichts. Vielleicht halten die Verantwortlichen diesmal Wort.

Brühl ist eine schöne Stadt. Ich finde sogar, Brühl ist eine der schönsten Städte im Rhein-Erft-Kreis. Die rund 45.000 Einwohnern verfügen über zwei Schlösser mit großem Park, Museen, Seen, eine im Vergleich zu vielen anderen Kommunen nach wie vor schöne Fußgängerzone mit einigermaßen attraktiven Geschäften und vielen Veranstaltungen in der City. Man ist mit dem Auto schnell in Köln und Bonn, mit der Linie 18 ebenso und eigentlich auch mit dem Zug. Aber – wie gesagt – eigentlich.

Der Bahnhof vor dem Schloss Augustusburg ist seit Jahren ein Ärgernis. Die Unterführung ist oft schmuddelig und in den Nachtstunden fühlt man sich nicht unbedingt sicher dort. Ein weiteres Manko ist die mangelnde Rücksicht auf gehbehinderte Personen. Unverständlich seit Jahren ist, dass man zwar mit dem Aufzug von der Unterführung auf den Bahnsteig fahren kann, aber Personen mit Gehbehinderungen erst gar nicht in die Unterführung kommen, weil ein entsprechender Zugang fehlt.

Wenn die Stadtverwaltung nicht Wort hält, verliert sie weiter an Glaubwürdigkeit

Diese Woche kam endlich die erfreuliche Nachricht, dass an der großen Treppe eine Rampe gebaut werden soll, die Rollstuhlfahrern und Personen, die auf einen Rollator angewiesen sind, einen barrierefreien Zugang ermöglichen und so auch zum Aufzug kommen, der sie zum Bahnsteig befördert.

Dafür haben Stadtverwaltung und Eisenbahnbundesamt mehrere Jahre gebraucht, im vergangenen Sommer wurde sogar der sofortige Baubeginn verkündet. Aber eben nur verkündet und dann doch wieder verschoben – ein weiterer Fehlstart und für die Bürgerinnen und Bürger und besonders für die auf die Rampe angewiesenen Personen absolut unverständlich.

Udo Beißel

Udo Beißel

Stellvertretender Leiter der Lokalredaktion Rhein-Erft des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Rhein-Erft Rundschau“. Jahrgang 1966, wohnhaft in Frechen. Verlagskaufmann, Volontariat beim NP-Express und ...

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Jetzt ein erneuter Startschuss. Der Bauzaun für die Arbeiten steht jedenfalls schon. Wenn die Stadtverwaltung Wort hält, soll das Problem bis April nächsten Jahres gelöst sein – besser spät als nie. Wenn nicht, verliert sie weiter an Glaubwürdigkeit.