Haus ForstAlte Deponie in Manheim soll wieder genutzt werden

Haus Forst in Manheim soll wieder als Deponie eröffnet werden.
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Kerpen-Manheim – Zehn Jahre lang war es rund um die ehemalige Kreismülldeponie Haus Forst bei Manheim-alt relativ ruhig. Doch das wird sich in Zukunft ändern: Denn die Firma Remex, eine Tochterfirma der Firma Remondis, will dort eine Deponie für nicht recycelfähige Abfälle aus der Bauwirtschaft eröffnen. Zudem ist eine Rostascheaufbereitungsanlage geplant. Die Pläne wurden jetzt im Umweltausschuss vorgestellt. Die Stadt Kerpen kann zu dem Projekt Stellung nehmen. Grundsätzlich scheint sie aber keine Bedenken zu haben.
Wie Vertreter von Remondis im Ausschuss erläuterten, gibt es auf dem Gebiet der ehemaligen Kreismülldeponie noch ein unverfülltes Restvolumen von 4,4 Millionern Kubikmeter, „Dieses Restvolumen wolle man „sinnvoll nutzen“. Geplant sei, dort Baustoffe wie Gips, verunreinigte Böden, Asphalt oder auch Asche aus der Verbrennung von Siedlungsabfällen zu deponieren. Dabei wurde eigens betont, dass es sich um keine „gefährlichen Stoffe“ handeln werde. Gleichzeitig mit der Deponie ist eine Anlage geplant, die aus der Asche der verbrannten Siedlungsabfälle bestimmte Metalle zurückgewinnt.
Es wird damit gerechnet, dass die Deponie rund 20 Jahre lang betrieben werden kann. Bis dahin sei das Restloch dann komplett verfüllt. Dabei könnten die Deponiestoffe, die aus der Region stammen sollen, über die neue Autobahnanschlussstelle Elsdorf und die B 477 angefahren werden, ohne Ortschaften in der Umgebung zu belasten. Die Anfahrten sollen aus einem Radius von bis zum 100 Kilometer erfolgen, so dass es keinen „Mülltourismus“ geben werde. Die nächste Siedlung ist der Weiler Dorsfeld, der 500 Meter weit entfernt ist. Gerechnet wird mit rund 110 Lkw-Ladungen pro Tag. Läuft alles wie geplant könnten im Jahre 2018 vielleicht die ersten Mengen auf die neue Deponie angefahren werden, wie es beim Kreis heißt. Denn der ist bei dem Projekt mit im Boot, weil er im Moment noch eine Deponieerlaubnis für Haus Forst hat. Diese soll nun auf die Firma Remex übertragen werden. Dafür wird bei der Bezirksregierung ein Verfahren durchgeführt.
Der Kreis selber hat sich für die Übertragung der Deponieerlaubnis schon entschieden. Denn er habe selber keinen Verwendungszweck für den noch freien Deponieraum, erläuterte Hans-Albert Appel vom Amt für Umweltschutz beim Kreis. Organische Siedlungsabfälle dürften seit 2005 dort nicht mehr abgelagert werden, weil sie seitdem verbrannt werden müssen. Genügend mineralische Abfälle fallen im Kreis selber aber nicht an, um die Deponie damit zu füllen. Remondis habe einen größeren Zugriff auf solche Stoffe. Durch die Übertragung der Deponierechte könne der Kreis nun aber bei bei der Rekultivierung der schon vorhanden Hausmülldeponie Geld sparen.