Carsharing mit E-AutosGemeinde Much bringt Mietsystem auf den Weg

Mit zwei Elektroautos ist das Carsharing-Projekt in Much gestartet.
Copyright: Stephan Propach
Much – Autoteilen geht jetzt auch auf dem Lande. Die Gemeinde Much hat in Zusammenarbeit mit der Car&Ridesharing Community (CC) im benachbarten Overath ein Carsharing-System auf den Weg gebracht: Zwei Elektroautos stehen rund um die Uhr für die Mucher und für die Gemeindeverwaltung zur Verfügung. Betreut werden sie von ehrenamtlichen Standortpaten und einer heimischen Autowerkstatt.
Ohne Computer oder Mobiltelefon kein Auto: Wer sich für 20 Euro Grundgebühr im Monat registriert hat, – weitere Nutzer in einer Familie oder einem Betrieb zahlen dann fünf Euro – installiert eine App, die Vorbestellung und Ausleihe organisiert. Sie läuft in der Regel auf dem Mobiltelefon, über das dann auch das Auto geöffnet werden kann. Wer ein Auto über einen Computer via Internet buchen möchte, bekommt vom Betreiber einen Transponder, mit dem das Auto geöffnet werden kann.
Nutzung kostet 3,50 Euro pro Stunde plus Kilometergebühren
Einmal im System registriert, kann der Fahrer oder die Fahrerin eins der Autos, die an der Zanderstraße und am Talweg stehen, buchen, abholen und für die vorbestellte Zeit nutzen. Am Ende sind dann 3,50 Euro pro Stunde und je 25 Cent für die ersten 100 und je 18 Cent für jeden weiteren Kilometer fällig.
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Für Ladevorgänge unterwegs an ausgesuchten Ladesäulen hat CC im Auto eine Tankkarte deponiert, die dafür sorgt, dass den Nutzer keine zusätzlichen Kosten entstehen. Zurück an einem der beiden Standorte in Much schließt der Nutzer den Wagen wieder an die Ladesäule an. „Wenn sie das nicht tun, lässt sich das Auto nicht abschließen,“ erklärte Gerhard Baumeister vom CC-Vorstand.
Begeistert nicht nur vom Carsharing sondern von Elektroautos generell, ist Muchs Bürgermeister Norbert Büscher. Er hat bereits den zweiten Renault Zoe als Dienstwagen. „Bis zu 400 Kilometer mit einer Akkufüllung“ sind kein Problem“, berichtet er. Die Gemeinde Much hat sich als Partner von CC zu einer Mindestnutzung der beiden Autos verpflichtet. Im Gegenzug soll mindestens ein Dienstwagen abgeschafft werden.
Während die beiden Autos technisch vom einer Mucher Werkstatt gewartet werden, werfen Sabine vom Scheidt und Hartmut Erwin als Paten regelmäßig ein Auge auf die Zoes. In der Region betreibt CC derzeit an vier weiteren Standorten das gleiche System mit insgesamt acht Autos.