Wirtz fordert bessere Bezahlung für Fußballerinnen
Leverkusen – Bundesliga-Spielerin Juliane Wirtz hat eine fehlende Wertschätzung und zu geringe Bezahlung im Frauenfußball kritisiert. „Ich muss keine Millionen verdienen. Darum geht es nicht. Das brauche ich auch nicht. Ich würde mir aber wünschen, dass ich mir, während ich Fußball spiele, keine Sorgen darum machen muss, wie ich meine Ausbildung machen und mein Studium finanzieren kann”, sagte die 20 Jahre alte Spielerin von Bayer Leverkusen im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger”. Ihr Bruder ist Nationalspieler Florian Wirtz.
Es gehe auch nicht nur ums Geld, sondern auch um Anerkennung und Förderung. „Jeder Verein muss ein Nachwuchsleistungszentrum für Jungs haben, damit er eine Lizenz bekommt. Warum keines für Mädchen und Frauen? Das verstehe ich nicht”, sagte Wirtz. Mit ihrem prominenten Bruder, der ebenfalls für Leverkusen spielt, würde sie aber trotzdem nicht tauschen wollen: „Wenn ich sehe, wie viel auf Fußball-Stars einprasselt, dann bin ich froh, dass ich nicht in Floris Haut stecke.”
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