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TennisZverev-Krise setzt sich fort: Auch in Miami früh raus

Lesezeit 3 Minuten
Nächster Rückschlag: Auch in Miami ist für Alexander Zverev vorzeitig Schluss.

Nächster Rückschlag: Auch in Miami ist für Alexander Zverev vorzeitig Schluss.

Was ist nur mit Alexander Zverev los? Auch in Miami gelingt ihm nicht die Wende. Die Niederlage im Achtelfinale verläuft nach einem bekannten Schema.

Wieder nichts - rund zwei Monate vor den French Open taumelt Alexander Zverev weiter durch die Tennis-Welt. Auch an seinem Wohlfühlort Miami schaffte der 27-Jährige nicht die erhoffte Wende. Vor Start seiner Sandplatzsaison gibt der Weltranglistenzweite mit Blick auf das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres in Paris Ende Mai Rätsel auf.

Beim Masters-1000-Turnier in Miami verlor Zverev im Achtelfinale gegen den französischen Jungstar Arthur Fils mit 6:3, 3:6, 4:6 und brach dabei im Schlussabschnitt nach einer Führung auf dramatische Art und Weise ein. In gut zwei Wochen geht es für den Olympiasieger von 2021 in seiner Wahlheimat Monte-Carlo weiter.

Altbekanntes Muster

„Ich lag im dritten Satz ein Break vorn. Es gibt keinen Grund, dann das Match so zu verlieren“, sagte Zverev ratlos. Zuletzt hatte Zverev bereits in Indian Wells, Rio de Janeiro und Buenos Aires Führungen aus der Hand gegeben und frühe Niederlagen kassiert. „Ich verliere zu viele Matches, in denen ich in Führung liege. Das muss ich ändern.“

Gegen den 20 Jahre alten Fils hatte Zverev die Partie zunächst im Griff und holte sich den ersten Satz mit 6:3. Danach ließ sich der Franzose am Rücken behandeln, der zweite Durchgang begann mit etwas Verspätung. Und auf einmal hatte Zverev seinen Rhythmus und sein Selbstvertrauen wieder verloren. Fils gelang ein schnelles Break und wenig später der Satzausgleich.

Im Entscheidungssatz schien Zverev die Partie dann doch noch auf seine Seite zu ziehen. Die Nummer eins der Setzliste zog auf 3:1 davon, nur um dann völlig einzubrechen. Auf einmal spielte Zverev wieder zu passiv, in einige Phasen wirkte der Australian-Open-Finalist auch müde. Fils nutzte die Schwächephase und fügte Zverev nach genau zwei Stunden die nächste schmerzhafte Niederlage zu.

Nichts wie weg

„Ich habe zuletzt viele Matches verloren, in denen ich das Gefühl hatte, nicht die Kontrolle zu haben. Das war auch heute so. Ich muss mehr auf mich schauen als auf alles andere“, sagte Zverev, der nach dem nächsten Tiefschlag nur noch nach Hause wollte. „Um ehrlich zu sein, denke ich gerade nur an den Rückflug.“

Vor Beginn der von ihm so geliebten Turniere auf Sand gilt es für Zverev nun, genau zu analysieren, warum er in den vergangenen Wochen nicht sein bestes Tennis abrufen konnte. Seit der Final-Niederlage bei den Australian Open gegen Jannik Sinner läuft Zverev seiner Form hinterher. Das Ziel, dem italienischen Weltranglisten-Ersten mit Turniersiegen im Ranking auf die Pelle zu rücken, hat Zverev klar verfehlt.

Obwohl der wegen Dopings für drei Monate gesperrte Sinner seit Melbourne kein Turnier mehr bestritten hat, thront er weiter souverän an der Spitze der Weltrangliste. Alleine mit dem Triumph bei den Australian Open hat er mehr Punkte im Ranking gesammelt als Zverev bei insgesamt sieben Turnieren. 

Der Italiener wird Anfang Mai beim Masters-1000-Turnier in Rom auf die Tour zurückkehren. Danach will er am Hamburger Rothenbaum Spielpraxis für das nächste Highlight in Roland Garros sammeln, das am 25. Mai beginnt. (dpa)