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2. Fußball-BundesligaBärenstarker Dompé führt HSV zum Überzahl-Sieg in Nürnberg

Lesezeit 2 Minuten
Obenauf: Jean-Luc Dompé wird nach seinem Tor zum 2:0 von den HSV-Kollegen gefeiert.

Obenauf: Jean-Luc Dompé wird nach seinem Tor zum 2:0 von den HSV-Kollegen gefeiert.

Der Hamburger SV schickt sich an, nach sieben Jahren in die Bundesliga zurückzukehren. Beim 3:0 in Nürnberg hilft auch eine frühe Rote Karte für das Team von FCN-Coach Klose.

Angeführt vom herausragenden Turbo-Dribbler und Torschützen Jean-Luc Dompé ist der Hamburger SV beim 1. FC Nürnberg in Überzahl an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga gestürmt. Die Rückkehr in die deutsche Topliga rückt sieben Jahre nach dem ersten Bundesliga-Abstieg für die Hanseaten nach dem 3:0 (2:0) im Duell der Traditionsclubs näher. 

Vor 47.300 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion lief alles ideal für die Gäste, während für die FCN-Elf von Trainer Miroslav Klose schon in der Anfangsphase alles schiefging. Raphael Lubach lenkte einen Schuss von Dompé in der 8. Minute unglücklich ins eigene Tor ab. Der bärenstarke Franzose spielte Gegenspieler Tim Janisch mehrfach schwindlig und erzielte nach einem Doppelpass mit Ludovit Reis in der 37. Minute auch das 2:0. In der Endphase sorgte Robert Glatzel mit einem Kopfball für den Endstand (84.).

Jean-Luc Dompé spielte Nürnbergs Tim Janisch nicht nur in dieser Szene schwindlig.

Jean-Luc Dompé spielte Nürnbergs Tim Janisch nicht nur in dieser Szene schwindlig.

Rot für Antiste nach VAR-Eingriff

Spielentscheidend war auch, dass „Club“Stürmer Janis Antiste nach einem groben Tritt gegen die Wade von Daniel Elfadli früh die Rote Karte sah (16.). Umstritten war dabei, dass Schiedsrichter Timo Gerach erst Gelb gezeigt hatte. Musste der Video-Assistent eingreifen? War Gelb eine klare Fehlentscheidung?

Früher Dienstschluss: Janis Antiste trottet nach seiner Roten Karte vom Platz.

Früher Dienstschluss: Janis Antiste trottet nach seiner Roten Karte vom Platz.

Auf jeden Fall war es die Schlüsselszene. In Unterzahl waren die Nürnberger ohne einige Stammkräfte wie den verletzten Topstürmer Stefanos Tzimas ohne Chance. Der HSV kompensierte dagegen auch den Ausfall von Torjäger Davie Selke wegen Rückenproblemen. Schließlich hatte er Matchwinner Dompé. 

Die Nürnberger, die eine Woche nach der Niederlage in Regensburg noch mal in den Kampf um Platz drei eingreifen wollten, kamen nur einmal durch Ondrej Karafiat dem 1:1 nahe (31.). Hamburg dominierte. Emir Sahiti traf den Pfosten (60.). Und mehrmals verhinderte FCN-Torwart Jan Reichert weitere HSV-Tore. (dpa)