Gegen Rist Wedel taten sich die Leverkusener wie schon im Hinspiel sehr schwer
BasketballMühsamer Sieg der Bayer Giants Leverkusen

Dimitrije Djodjevic (rechts) erzielte elf Punkte für die Bayer Giants Leverkusen.
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Die letzten Minuten des dritten Viertels waren symptomatisch für das Duell der Bayer Giants am Sonntagnachmittag gegen den SC Rist Wedel. Mit 45:44 führten die Gäste. Und das knapp zwei Minuten. In dieser Zeitspanne hatten die Leverkusener fünfmal die Chance, selbst in Front zu gehen. Aber egal, was die Schützlinge von Mike Koch versuchten: Der Ball wollte nicht in den Korb. Ob per freiem Dreier, ob als Korbleger oder aus der Mitteldistanz.
Und so verhielt es sich bis kurz vor der Schlusssirene. Erst in den letzten Minuten fielen die Dreier endlich besser. Dass die Giants am Ende mit 69:61 (28:36) auch dieses Heimspiel gewannen und damit weiterhin zu Hause ungeschlagen bleiben, ließ die 2.494 Zuschauer in der vollbesetzten Ostermann-Arena mächtig jubeln.
Die Norddeutschen nerven die Bayer Giants Leverkusen
Von Beginn an tat sich der Deutsche Rekordmeister sehr schwer gegen die aggressiven Gäste, die in der Regel über das ganze Feld hinweg eng verteidigten. Mehrfach kamen die Giants erst kurz vor Ablauf der 8 Sekunden-Regel ins Vorfeld, es verblieb nicht mehr allzu viel Zeit zum Abschluss. Dennoch produzierten die Leverkusener immer wieder gute Würfe, vergaben jedoch allzu viele Möglichkeiten.
Wedel lag schnell mit 10:0 vorne, Bayer konterte zum 9:10, um dann wieder in Rückstand zu geraten. Zur ersten Viertelpause hieß es 18:14 für die Gäste. Und die Norddeutschen nervten die Gastgeber weiter. Nach 15 Minuten lagen sie mit 33:21 vorne; bei den Giants lief nicht viel zusammen. Zumindest nicht in der Offense. In die Kabinen ging Leverkusen mit einem 28:36. 28 Zähler nach 20 Minuten.
Auch nach dem Seitenwechsel lief es nicht runder. Zumindest nicht in der Offense: Als Moritz Hübner zum 40:40 ausgleicht, tobt die Halle. Kurz darauf die Möglichkeit zum Führungswechsel für die Giants. Aber: Siehe oben.
CJ Oldham gelingt schließlich das 46:45. Danach wechselt die Führung noch ein paar Mal, ehe in den letzten drei Minuten endlich die Dreier fallen. Dimi Djordjevic und Luka Kahl sorgen für ein 65:58 (39.), das war die Entscheidung.
„Wir haben uns schwer gegen die Defense Wedels getan. Wenn wir mehr Dreier als Zweier nehmen, ist das schon bezeichnend. In der zweiten Hälfte waren wir besser auf das Spiel des Gegners eingestellt“, fasste Coach Mike Koch das Geschehen zusammen.
Bayer Giants: Kahl (18), Heinzmann (13), Djordjevic (11), Nicholas (8), Brach (7), Hübner (6), Oldham (3), Ziring (3), Nita, Urbansky.