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Gala in der Halle 32Das sind Oberbergs Sportler des Jahres 2024

Lesezeit 6 Minuten
Handballer Julian Köster zeigt lächelnd seine olympische Silbermedaille in die Kamera.

Sportler des Jahres 2024 ist Handballer Julian Köster, der sein olympisches Silber zeigt.

Zusammen mit den Sparkassen in Oberberg hat unsere Zeitung die Sportlerin, den Sportler und die Mannschaft des Jahres 2024 ausgezeichnet.

Oberberg bleibt Handballland. Die Euphorie um den VfL Gummersbach ist groß, und das spiegelt sich auch bei der Sportlerwahl 2024 wider, bei der sich zum vierten Mal in Folge Nationalspieler Julian Köster und der VfL Gummersbach den Titel sicherten. 5192 Wahlzettel, ob als Coupon oder online, wurden eingereicht. Das sind rund 800 mehr als im vergangenen Jahr und zeigt, dass die Sportlerwahl dieser Zeitung auch im 46. Jahr ihres Bestehens keine Ermüdungsanzeichen zeigt.

Für Julian Köster wird der Titel ein kleines Trostpflaster sein, nachdem er am Samstag, nach einer Entzündung im Kniegelenk, notfallmäßig operiert wurde und bei der Ehrung nicht dabei sein konnte. Er kann sich der Gedanken seiner vielen Fans, die ihn zum Sportler des Jahres gemacht haben, sicher sein.

Fußballerin Julia Mickenhagen gewinnt bei Sportlerwahl erstmals

Bei den Frauen hat es die Wipperfürther Fußballerin Julia Mickenhagen, die für den Bundesligisten Bayer Leverkusen antritt, nach Platz zwei in 2023 ganz nach oben geschafft. Wie erfolgreich die 19-Jährige ist, zeigte sich auch darin, dass sie am Ehrungsabend ihren Pokal nicht persönlich abholen konnte. Sie ist mit der U23-Nationalmannschaft in Spanien, wo sich die jungen Fußballerinnen auf die Finalspiele der Juniorinnen vorbereiten. Bevor Julia Mickenhagen am heutigen Freitag mit dem Team im Halbfinale gegen die Niederlande spielt, war sie per Video live in die Halle 32 in Gummersbach geschaltet. Dort fand in diesem Jahr die Siegerehrung statt.

Fußballerin Julia Mickenhagen steht bei einem Fußballspiel in einem Stadion im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auf dem Platz.

Julia Mickenhagen, Fußballerin aus Wipperfürth, ist die Sportlerin des Jahres 2024.

Auf Platz zwei bei den Frauen steht Anne Böcker, die als Leichtathletin ebenfalls für Bayer Leverkusen startet. Die Waldbrölerin schaffte 2024 den Durchbruch über die 100 Meter. Sie wurde Zweite bei den deutschen U18-Meisterschaften und wurde für die Europameisterschaft in der Slowakei nominiert, wo sie nur knapp das Finale der besten Acht verpasste. Platz drei belegt Gardetänzerin Lilli Collien Kuhnen. Das junge Talent des TuS Lindlar stieg nicht nur in die Meisterklasse auf, sondern wurde auch direkt Deutsche Meisterin.

Gardetänzerin Lilli Collien Kuhnen im Porträt.

Gardetänzerin Lilli Collien Kuhnen belegt Platz drei.

Bei den Männern wird es hinter Julian Köster, der sich im Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft Silber bei den Olympischen Spielen in Paris sicherte und dabei den entscheidenden Pass der Franzosen abfing und mit dem VfL Gummersbach in der Europa League spielt, ganz schön kalt.

Auf dem zweiten Platz folgt mit U18-Nationalspieler Max Ziergiebel ein Eishockey-Talent aus Wiehl. Da er mit den Kölner Junghaien in den Finalspielen gegen Jungadler Mannheim um den deutschen Meistertitel der U20 spielt, war er am Ehrungsabend beim Training. Ebenfalls auf dem Eis fühlt sich der Bergneustädter Jano Bußmann wohl, der jüngste Spieler in der deutschen Para-Eishockey-Mannschaft. Die hatte mit Bußmann bei der B-WM in Norwegen souverän den Aufstieg in die A-Gruppe geschafft.

Eishockeyspieler Max Ziergiebel in einer Aktion auf dem Eisfeld.

Eishockeyspieler Max Ziergiebel belegt bei den Sportlern den zweiten Platz.

Bei den Mannschaften setzten sich zum vierten Mal in Folge die Bundesliga-Handballer des VfL Gummersbach durch. Die Euphorie für die Blau-Weißen ist nach wie ungebrochen und ihre Heimspielstätte, die Schwalbe-Arena, in der Bundesliga immer ausverkauft. Im Sommer qualifizierten sich die Gummersbacher für die European League und spielten nach zwölf Jahren wieder international.

Mehrere Spieler des VfL Gummersbach und Maskottchen Gummi jubeln nach einem Handballspiel.

Zum vierten Mal in Folge holt der VfL Gummersbach den Titel als Mannschaft des Jahres.

Auch die Handball-Profis spüren den kalten Hauch der Wiehler Eishalle im Nacken. Auf Platz zwei folgen die Nachwuchseishockeyspieler der Wiehl Penguins, die in 2024 den Titelhattrick und damit die Regionalliga-Meisterschaft feierten. Das ist umso erstaunlicher, weil sich die Wiehler Jahr um Jahr gegen die Nachwuchsmannschaften der großen Eishockey-Clubs durchsetzen.

Platz drei geht an das Steinhausen Racing-Team, das sich in einem Herzschlagfinale in Portugal den Seitenwagen-Weltmeistertitel sicherte. Fahrer des Steinhausen-Racing-Teams ist der   Engländer Harry Payne, sein Beifahrer Kevin Rosseau kommt aus Frankreich. Ob es so erfolgreich weitergehen kann, steht noch nicht fest, da die finanzielle Lage des Teams trotz des Weltmeistertitels nach wie vor sehr angespannt ist. Und das nur knapp drei Wochen, bevor in Le Mans die Saison startet.

Für den passenden Rahmen der Sportlerehrung in der Halle 32 in Gummersbach sorgten die Sparkasse Gummersbach und die Kreissparkasse Köln. Den bunten Sportlerabend hatte in diesem Jahr die Sparkasse Gummersbach organisiert.


Die Jury

Zur Jury der Sportlerwahl von Oberbergische Volkszeitung und Oberbergischer Anzeiger gehören: Dieter Buschbeck (Tennis), Karl-Heinz Fleck (Schwimmen), Jutta Fleischhauer (Gemeindesportverband Lindlar), Carina Gehrmann (Reiten), Klaus Heinen (Leichtathletik), Hagen Jobi (Kreissportbund), Steffi Karsten (Turnen) Udo Kolpe (Handball), Anja Lepperhoff (Kreissportbund), Rolf Müller (Fußball), Arnd Gaudich, Linda Thielen, Andrea Knitter (OVZ/Oberbergischer Anzeiger).


Rangfolge Sportlerin des Jahres 2024

1. Julia Mickenhagen (Fußballerin, TSV Bayer Leverkusen) – 787

2. Anne Böcker (Leichtathletin, TSV Bayer Leverkusen) –  727

3. Lilli Collien Kuhnen (Gardetänzerin, TuS Lindlar) – 707

4. Marie Wlodarek (Handballerin, HC Gelpe/Strombach) – 636

5. Franziska Dziallas (Para-Leichtathletin, TSV Bayer Leverkusen) – 616

6. Ilka Lang (Fußballerin, TuS Homburg-Bröltal) – 571

7. Jana Gruber (Taekwondo-Sportlerin, VfL Berghausen) – 552

8. Saskia Schmidt (Triathletin, TuS Derschlag) – 514

9. Anna Lena Schüller (Leichtathletin, TSV Bayer Leverkusen) – 500

10. Lilli Reier (Eiskunstläuferin, TuS Wiehl ESC) – 464

11. Christl Dörschel (Läuferin, SG Wenden) – 463

12. Jana Jolie Schwamborn (Springreiterin, RTG Silberberghof) – 411

13. Sira Maria Brockhaus (Einradfahrerin, SSV Nümbrecht) – 406

14. Heike Glück (Westernreiterin) – 366

15. Claire Hartung (Jetski-Pilotin) – 316

16. Denise Szakacs (Handballerin, HC Gelpe/Strombach) – 291

17. Linda Leckebusch-Stark (Westernreiterin) – 225

18. Eva Jaekel (Tennisspielerin, TC Blau-Gelb Nümbrecht) – 202

19. Leonie Haas (Eishockeyspielerin, TuS Wiehl ESC) – 174

20. Carmen Stemmler (Stabhochspringerin, LG Wipperfürth) – 127

Rangfolge Sportler des Jahres 2024

1. Julian Köster (Handballer, VfL Gummersbach) – 1210

2. Max Ziergiebel (Eishockeyspieler, Kölner EC) – 897

3. Jano Bußmann (Sledge-Eishockeyspieler, Wiehl Penguins) – 807

4. Benedikt Duda (Tischtennisspieler, TTC Bergneustadt) –  727

5. Tim Funken (Läufer, TV Refrath) – 629

6. Florian Alt (Motorradrennfahrer) – 599

7. Julian Borresch (Radrennfahrer, TSV Dieringhausen) – 573

8. Mark Lamsfuß (Badmintonspieler, 1. BC Wipperfeld) – 508

9. Jaden Wendeler (Motocrosser, MSC Bielstein) – 505

10. Ömer Tokac (Fußballer, Eintracht Hohkeppel) – 502

11. Kristjan Horzen (Handballer, VfL Gummersbach) – 441

11. Donovan Klaas (Leichtathlet, Wiehltaler LC) – 441

13. Luis Fiedler (Geher, VfL Engelskirchen) – 378

14. Anel Durmic (Handballer, VfL Gummersbach) — 325

15. Julian Mayer (Handballer, HC Gelpe/Strombach) – 317

16. Vincent Jülich (Tennisspieler, TC Weiden) – 294

17. Lars Urbinat (E-Dart) – 215

18. Lukas Platt (Motocrosser, MSC Bielstein) – 164

19. Arlind Mimini (Fußballer, Eintracht Hohkeppel) – 131

20. Sinan Karweina (Fußballer, FC Luzern) – 94

Rangfolge Mannschaft des Jahres 2024

1. VfL Gummersbach (Handball) – 1067

2. Wiehl Penguins U17/U20 (Eishockey) – 737

3. Steinhausen Racing-Team (Seitenwagen) – 673

4. SV Eintracht Hohkeppel (Fußball) – 649

5. 1. BC Wipperfeld (Badminton) – 635

6. TuS Homburg-Bröltal (Fußballerinnen) – 623

7. Hugo-Kükelhaus-Schule (Schwimmen) – 593

8. HBD Löwen Oberberg (Handball, weibliche Jugend) – 589

9. WSC Lindlar (Schwimmen) – 574

10. TTC Schwalbe Bergneustadt (Tischtennis) – 504

11. HC Gelpe/Strombach (Handballerinnen) – 486

12. Sophia Janz/Rosana Sug (Handball-Schiedsrichterinnen) – 474

13. TC 80 Gummersbach/Herren 30 (Tennis) – 333

14. TTC Wiehl (Rollstuhl-Tischtennis) – 318

15. Einrad-Team Oberberg – 277

16. SSV Nümbrecht (Fußball) – 238

17. SSV Süng (Walking Football) – 204

18. SSV Nümbrecht (Handball) – 141

19. KKV Hunstig (Sportschießen) – 96

20. 1. TG Nümbrecht Frauen (Tennis) – 63