Der ADAC hat seine Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland veröffentlicht und sieht „niedrigere Spritpreise begünstigt“.
Wird Tanken günstiger?Spritpreise in Köln fallen erneut – ADAC: immer noch „zu hoch“
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In Köln war ein Liter Superbenzin am Mittwochnachmittag (26. Februar, 2025), etwa auf der Dellbrücker Hauptstraße in Köln, zeitweise sogar für 1.709 Euro zu haben. (Symbolbild)
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Gute Nachricht für alle Autofahrer: Die Preise für Kraftstoff an den Tankstellen sind deutschlandweit im Wochenvergleich abermals gesunken und sollten dies auch weiterhin tun. Zwar sank der Kraftstoffpreis im Vergleich zur Vorwoche nur minimal. Doch die Rahmenbedingungen für spürbar niedrigere Preise sind laut ADAC gegeben.
Wie der Automobilclub in München in einer Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland am Mittwoch mitteilte, kostete Benzin E10 im bundesweiten Mittel zuletzt 1.749 Euro pro Liter und damit 0,3 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 0,2 Cent auf 1.684 Euro pro Liter.
In Köln war ein Liter Superbenzin am Mittwochnachmittag, etwa auf der Dellbrücker Hauptstraße in Köln, zeitweise sogar für 1.709 Euro zu haben. Diesel in Köln-Marsdorf für 1.608 Euro pro Liter.
ADAC: Fallende Rohölpreise begünstigen niedrige Spritpreise
Doch für den ADAC sind die derzeitigen Preissenkungen noch viel zu zaghaft. Der Automobilclub bezeichnet die Preise an den Zapfsäulen als „zu hoch“ und sieht Luft für weitere Senkungen. Der Grund: Der Preis für Rohöl fiel im Wochenvergleich um drei Dollar auf 73 Dollar. Zudem notierte der Euro im Vergleich zum Dollar mit 1,05 wieder stärker, was laut ADAC „niedrigere Spritpreise begünstigen“ müsste. Denn: Rohöl wird in Dollar gehandelt.
Der ADAC erwartet daher, dass die Mineralölkonzerne die Autofahrerinnen und Autofahrer an den verbesserten Rahmenbedingungen mit niedrigeren Kraftstoffpreise teilhaben lassen.
Unabhängig vom Preisniveau empfiehlt der ADAC stets, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen und dann die günstigste Tankstelle im näheren Umfeld anzusteuern. Das spart nicht nur Geld, sondern erhöht auch den Wettbewerbsdruck auf die Anbieter, die Preise entsprechend anzupassen.
Für den Preisvergleich empfiehlt sich die Spritpreis-App „ADAC Drive“, über die man rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland einsehen kann. Auch auf der Webseite des ADAC können Preise rund um die Uhr gecheckt werden.
Zudem gelte als Faustregel immer: Abends zu tanken, ist laut ADAC in aller Regel günstiger. Dann seien die Preise im Schnitt um mehr als sieben Cent günstiger als morgens. (oke)