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„Ist ein Problem“Horst Lichter wirft nächsten Kölner bei „Bares für Rares“ aus der Sendung

Lesezeit 4 Minuten
Der Kölner Werner Bayer (v.r.) mit Horst Lichter und Detlev Kümmel bei „Bares für Rares“.

Der Kölner Werner Bayer (v.r.) mit Horst Lichter und Detlev Kümmel bei „Bares für Rares“.

Erst vor wenigen Tagen war Tahsin aus der Sendung geflogen. Auch ein anderer Kölner wurde bitter enttäuscht.

Werner Bayer aus Köln (76) machte sich einige Hoffnungen auf einen Verkauf bei „Bares für Rares“. In der TV-Folge vom Dienstag (1. April) erlebte er jedoch eine böse Überraschung. Horst Lichter warf den 76-jährigen Werbeleiter in Rente aus der ZDF-Sendung. Erst am Freitag (28. März) hatte der Moderator Tahsin Gögtepe die Händlerkarte verweigert. Auch er stammt aus Köln.

An eine Verschwörung müssen Zuschauer nun nicht gerade glauben. Auch der 1. April hatte wohl nichts mit der wiederholten Pleite für Kölner Verkäufer bei „Bares für Rares“ zu tun. Dennoch ist es wohl nicht die Woche für Trödelfans aus der Domstadt.

„Bares für Rares“: Horst Lichter zunächst begeistert

Der 76-Jährige aus Köln wusste zwar nicht viel über sein Verkaufsobjekt. Dennoch war er fest davon überzeugt, einen guten Deal machen zu können. Doch es kam anders.

Horst Lichter zeigte sich zu Beginn der Expertise auch noch ganz begeistert. „Ach Gott, Dick und Doof, da werden Kindheitserinnerungen wach!“, freute sich der Moderator bei dem ersten Blick auf die Statue, die Werner Bayer aus Köln mit ins Pulheimer Walzwerk gebracht hatte.

Von dem guten Stück trenne er sich nur ungern, erklärte der 76-Jährige, der übrigens bei „4711 – Echt Kölnisch Wasser“ als Werbeleiter gearbeitet hatte, im Gespräch. Aufgrund eines Umzugs bekäme er die Statue aber leider nicht mehr unter.

„Bares für Rares“-Expertise bekommt ungute Wendung

Detlev Kümmel klärte zu Beginn seiner Expertise für „Bares für Rares“ zunächst einmal auf, dass es sich bei dem Material um Epoxidharz handele. Über das Material hatte der Kölner nämlich bereits im Vorfeld spekuliert.

Die Filme des Komiker-Duos Stan Laurel und Oliver Hardy seien bis heute Kult, weshalb auch weiterhin viele Objekte im Handel verbreitet und bei vielen beliebt seien.

Die Dick-und-Doof-Statue bei „Bares für Rares“.

Die Dick-und-Doof-Statue bei „Bares für Rares“.

Beim Blick auf das Alter der Statue mischte sich jedoch einige Zurückhaltung in die Stimme des Experten. Der Stempel zeigte ein Datum von 1999. „Und da muss ich dabei sagen, wir sind hier in dem Bereich, wo man eine große Menge in der Produktion erwartet und eben keine Limitierung“, so Detlev Kümmel. „Das heißt, diese Statuen wurden in einer großen Menge produziert.“

Und so richtig gut gelungen seien die Figuren auch nicht, so der Experte bei „Bares für Rares“. Dass es sich um Stan und Oliver handele, sei wirklich nur zu sehen, weil man es sehen wolle. Vermutlich sei sie irgendwo in Übersee gefertigt worden, von jemandem, der vielleicht mal einen der Filme gesehen hat, aber sich nicht so wirklich mit dem Thema befasst habe, so Kümmel weiter.

Klares Urteil des Experten bei „Bares für Rares“

Das scharfe Urteil des Experten: „Die Lizenz gibt es zwar, aber ich sage jetzt mal das böse Wort: Massenware.“ Es handele sich weder um eine Antiquität noch um eine Rarität. Es sei hier „knapp unter Gartenzwerg“, legte Detlev Kümmel den Finger weiter in die Wunde. „Es ist Deko, einfach nur hübsche Deko.“

Der Kölner war nicht unbedingt begeistert von dem Verlauf der Expertise bei „Bares für Rares“.

Der Kölner war nicht unbedingt begeistert von dem Verlauf der Expertise bei „Bares für Rares“.

Der Kölner teilte unterdessen mehrfach sein Bedauern zu der unerwarteten Wende. Horst Lichter blieb jedoch keine andere Wahl, als den 76-Jährigen wieder nach Hause zu schicken. „Da fehlt mir die Handhabe, nachher die Händlerkarte abzugeben.“

Horst Lichter verweigert Händlerkarte bei „Bares für Rares“

Es handele sich ja im Prinzip um Neuware. „Das kann ich nicht“, so der ZDF-Moderator. „Neuware, in Massen hergestellt, keine Antiquität oder Rarität. Das ist ein Problem“, zählte Horst Lichter weiter auf.

Auch bei der Nachfrage nach dem ursprünglichen Wunschpreis musste Werner Bayer sichtlich mit den Emotionen kämpfen. Denn eigentlich habe er sich 300 Euro erhofft. So viel habe er damals auch ungefähr hingeblättert.

Scherz um Voodoo-Puppe bei „Bares für Rares“

Der Wunsch sei zwar in Ordnung, doch solche Objekte würden eher bei rund 100 Euro gehandelt, stellte Detlev Kümmel klar. Für die Sendung „Bares für Rares“ sei die Statue in keinem Fall passend.

„Jetzt musst Du die Sendung leider ohne Händlerkarte verlassen. Vermutlich holst Du Dir jetzt so eine Puppe von mir und stichst da Nadeln rein“, scherzte Horst Lichter.

Auch wenn es wohl so weit nicht kommen sollte, dem 76-Jährigen war die Enttäuschung doch anzumerken. Es sei wirklich sehr schade, dass er bei „Bares für Rares“ nicht weiterkomme. Er bleibe jedoch optimistisch, dass er noch anderweitig einen Käufer finden werde, so der Kölner nach der Sendung.