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Insgesamt 120 FilialenKölner Matratzen-Riese ist pleite – Geschäfte in Köln und Region betroffen

Lesezeit 2 Minuten
18.01.2020,Berlin,Deutschland,GER, eine Filliale von MFO Matratzen, gesehen im Bezirk Charlottenburg. *** 18 01 2020,Berlin,Germany,GER, a branch of MFO Mattresses, seen in the district of Charlottenburg

Blick auf eine Filiale des Kölner Matratzenhändlers (Archivfoto).

Das Unternehmen betreibt unter anderem in Köln, Bonn, Siegburg und Bergisch Gladbach Filialen.

Die Matratzen Direkt AG ist in eine finanzielle Notlage geraten. Wie aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Köln hervorgeht, hat der Matratzenhändler mit Sitz in Köln Insolvenz eingereicht. Das Unternehmen, das unter dem Namen MFO insgesamt 120 Filialen in ganz Deutschland betreibt, will versuchen, sich neu aufzustellen.

Die Insolvenz soll zunächst in Eigenverwaltung geführt werden. Ein vom Gericht eingesetzter Rechtsanwalt beaufsichtigt das Verfahren, die Geschäftsführung kann jedoch zunächst im Amt bleiben und nach einer Lösung aus der finanziellen Schieflage suchen.

Matratzen-Geschäft in Köln und Region betroffen

Allein in Köln betreibt die Matratzen Direkt AG drei MFO-Filialen, unter anderem in Ehrenfeld, in Godorf und in Köln-Urbach. Auch in Bonn, Siegburg, Langenfeld und Bergisch Gladbach gibt es MFO-Matratzen-Geschäfte.

Neben Matratzen werden bei MFO auch Lattenroste und Bettwaren wie Decken oder Betttücher angeboten. Das Kölner Unternehmen bietet seine Waren zudem in einem Onlineshop an.

MFO-Matratzenhändler kämpft seit Jahren mit wirtschaftlichen Problemen

Das Unternehmen kämpft laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ seit Jahren mit wirtschaftlichen Problemen. Bereits 2017 hat die Matratzen Direkt AG demnach bereits ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren beantragt. Das Unternehmen blieb zwar weiter bestehen, jedoch mussten zahlreiche Filialen schließen.

Wie es aktuell mit den rund 120 Filialen in ganz Deutschland weitergeht, ist derzeit unklar. Von möglichen Schließungen von Geschäften wurde unterdessen nichts bekannt. Die etwa 300 Mitarbeitenden sollen in den kommenden Wochen zunächst durch das Insolvenzgeld erhalten bleiben.

Ob die Konsolidierung des Kölner Matratzenhändlers glückt, bleibt unterdessen im Insolvenzverfahren abzuwarten. Das Unternehmen wird sich neu aufstellen müssen. Auch das Filialnetz wird in diesem Zusammenhang auf seine Wirtschaftlichkeit geprüft.

Mehrere Großunternehmen in Köln und Region in Finanznot

Erst in den vergangenen Wochen sind gleich mehrere Großunternehmen in Köln und der Region in finanzielle Not geraten. Bereits vor Monaten musste der Bonner Süßwarenhersteller Kessko Insolvenz einreichen. Mitte März wurde nun bekannt, dass ein Unternehmen mit Sitz in Gronau den Süßwarenhersteller übernimmt.

Ende März hat die Bäckerei Mauel mit Sitz in Meckenheim bei Bonn das Ende seiner über 140-jährigen Tradition verkündet. Die rund 25 Filialen im Rheinland sollen von „Schäfer Dein Bäcker“ übernommen werden. Im Februar musste eines der größten Metallwerke im Rheinland nach über 445 Jahren geschlossen werden.