Tipps zum Tag des offenen DenkmalsMehr als hundert Entdeckungen in Köln

Die GAG-Museumswohnung
Copyright: Csaba Peter Rakoczy
Köln – Kirchen, Friedhöfe, Schlösser, Industriebauten, ganze Siedlungen und sogar Stollen – mehr als 600 Denkmäler können Interessierte an diesem Wochenende in NRW besichtigen, davon mehr als hundert allein in Köln.
Im vergangenen Jahr musste „Deutschlands größtes Kulturevent“ (Deutsche Stiftung Denkmalschutz) Corona-bedingt überwiegend digital stattfinden.
Nun sind wieder Führungen und andere Veranstaltungen vor Ort möglich: Man kann Restauratoren über die Schulter schauen, archäologische Ausgrabungsstätten erkunden oder in die Kellergewölbe einer Burg steigen.
Aus Anlass des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zeigen in Köln viele Denkmäler, wie die Stadtgeschichte von jüdischen Bürgern und Bürgerinnen mitgestaltet wurde und wird.
www.tag-des-offenen-denkmals.de
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Museumswohnung

Museumswohnung der GAG
Copyright: Csaba Peter Rakoczy
Der antike Eisschrank ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und auch der Induktionsherd dürfte vielen fehlen – ansonsten aber könnte man sofort einziehen in diese Museumswohnung. Sogar ein separates Bad und Toilette gibt es hier – für die 1920er Jahre großer Luxus.
Tatsächlich haben bei Führungen schon Besucher und Besucherinnen Interesse angemeldet, sofort einzuziehen. Aber die Wohnung in der Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg ist nicht zu vermieten. Sie vermittelt einen Eindruck, wie die Menschen hier vor hundert Jahren wohnten.
Dafür hat die GAG sie zusammen mit dem Kölnischen Stadtmuseum nach historischem Vorbild renoviert und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Selbst Schalter und Steckdosen sind originalgetreue Nachbauten und die Dielenböden sind – typisch für die Zeit – in ochsenblutrot gestrichen.
Die Kapazitäten für Führungen zum Tag des offenen Denkmals sind wegen Corona begrenzt. Die Wohnung kann aber auch sonst besichtigt werden: Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr sowie in der Regel jeden ersten und dritten Sonntag von 14 bis 16 Uhr (bitte vorher unter 0221/872110 anrufen)
https://www.gag-koeln.de/wir-fur-koln/museumswohnung/
Rheinpark-Café

Die Baustelle des Cafés aus den 50er Jahren
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Zur Bundesgartenschau 1957 entstand das Rheinpark-Café am Auenweg in einer für die 1950er-Jahre typischen architektonischen Formensprache. Gerade wird es denkmalgerecht saniert. Halbstündige Führungen am Sonntag zwischen 12 und 16 Uhr. Treffpunkt Rheinpark-Café, neben dem Kiosk.
Geusenfriedhof

Das kleine Gelände an der Kerpener Straße mit dichtem Baumbewuchs ist vielen Kölnern nicht bekannt.
Copyright: Rakoczy
Von 1576 bis 1829 war der Geusenfriedhof in der Kerpener Straße die Begräbnisstätte Kölner Protestanten. Ein verwunschener Ort, mitten in der Stadt. Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl, So. zwischen 11 und 14 Uhr. Anmeldung unter
https://kartaeuserkirche.churchdesk.com/antonitercitytours
Ehemaliges Stadt-Archiv

Die Einsturzstelle des ehemaligen Kölner Stadtarchivs
Copyright: Günter Otten
Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv der Stadt Köln ein. Die Initiative ArchivKomplex will am Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr in der Severinsstraße 241 am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium mit stündlichen Berichten und Führungen über den Gang der Dinge informieren.