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Razzia gegen KinderpornografiePädophilen-Plattform „Kidflix“ zerschlagen – Ermittlungen auch in NRW

Lesezeit 2 Minuten
Eine symbolische Darstellung der Darknet-Plattform «Kidflix» ist im bayerischen Landeskriminalamt während einer Pressekonferenz auf einem Laptop zu sehen.

Die Ermittelnden haben die Darknet-Plattform abgeschaltet, die von etwa 1,8 Millionen Menschen genutzt wurde, um Videos mit schwerem sexuellen Kindesmissbrauch zu konsumieren.

Der Einsatz gegen die Pädophilen-Plattform „Kidflix“ zieht auch nach NRW: Es gab Durchsuchungen, und Kinder werden in Sicherheit gebracht.

Im Rahmen des internationalen Einsatzes gegen die Pädophilen-Plattform „Kidflix“ wurden in Nordrhein-Westfalen sexuell missbrauchte Kinder gefunden und in Schutz genommen. Die betroffenen Kinder wurden in Brandenburg identifiziert, wie die Polizei in München mitteilte.

Laut dem Landeskriminalamt NRW sind im Zusammenhang mit „Kidflix“ in Nordrhein-Westfalen 27 Ermittlungsverfahren anhängig, für die Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt und umgesetzt wurden. 

1400 Verdächtige wurden identifiziert

Ermittler aus 38 Ländern waren an dem Einsatz gegen Kinderpornografie beteiligt. Sie haben die Darknet-Plattform „Kidflix“ abgeschaltet, die von etwa 1,8 Millionen Menschen genutzt wurde, um rund 91.000 Videos mit schwerem sexuellen Kindesmissbrauch zu konsumieren. 

Bislang wurden rund 1.400 Verdächtige weltweit identifiziert, und 79 Festnahmen wurden vorgenommen, wie das Bayerische Landeskriminalamt in München mitteilte. In Deutschland fanden in 13 Bundesländern 96 Durchsuchungen statt. Insgesamt wird landesweit gegen 103 Verdächtige ermittelt.

Einige dieser Verdächtigen stehen nicht nur im Verdacht, Darstellungen von schwerer sexueller Gewalt gegen Kinder angesehen oder heruntergeladen zu haben, sondern sollen auch aktiv Kinder missbraucht haben. Durchsuchungen fanden zwischen dem 10. und 23. März statt.

Der größte europäische Einsatz

39 Kinder wurden während der internationalen Ermittlungen identifiziert und geschützt worden, ergänzte Europol in Den Haag, das die Ermittlungen koordinierte. Laut Europol war „Kidflix“ eine der größten Plattformen für Pädophile weltweit. Der Einsatz gilt als der größte in Europa gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern.

„Kidflix“ wurde laut Europol 2021 von Cyberkriminellen gegründet und entwickelte sich zu einer der beliebtesten Plattformen für Pädophile. Nutzer konnten über „Kidflix“ gegen Bezahlung Videos, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, herunterladen und streamen. (dpa/lnw)