Das Führerhaus eines beteiligten Lkws ist sofort in Brand geraten. Die Vollsperrung bleibt voraussichtlich bis Freitagabend.
Tödlicher UnfallLkw-Fahrer verbrennt in Führerhaus auf der A4 im Rhein-Erft-Kreis

Ein Lastwagenfahrer ist bei einem Verkehrsunfall am Freitag gegen 2 Uhr in seiner Führerkabine verbrannt.
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Nach einem tödlichen Verkehrsunfall und einer Bombenentschärfung in Erftstadt-Bliesheim ist im Rhein-Erft-Kreis am Freitag (4. April) ein Verkehrschaos ausgebrochen. Gegen 1.50 Uhr am Morgen war zunächst die Feuerwehr Merzenich alarmiert worden. Einsatzleiter Patrick Harzheim: „Als wir die Unfallstelle erreichten, brannte nicht nur ein Lkw in voller Ausdehnung, sondern auch die Fahrbahn stand in Flammen.“ Kraftstoff war ausgelaufen und hatte sich entzündet.

Am Freitag wurden in der Mittagszeit die Lkw abgeschleppte.
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Wie die Polizei mitteilt, war zuvor der Lkw-Fahrer mit dem Fahrzeug auf die Ecke eines auf dem Standstreifen wegen Reifenpanne stehenden Lastwagens geprallt. Der Lkw schleuderte über die Fahrbahnen und kam etwa 30 Meter hinter dem Pannen-Lkw zum Stillstand. Der Lkw fing Feuer. Der Fahrer kam aus dem beschädigtem Führerhaus nicht mehr heraus.
Einsatzleiter Harzheim: „Wir haben alles versucht, den dem noch aus der Kabine zu bekommen. Doch die Flammen hatten sich schon überall ausgebreitet. Wir konnten nicht mehr machen.“ Der Fahrer konnte von der Polizei bislang noch nicht identifiziert werden.
Lkw-Unfall nach Panne auf der A4 bei Merzenich
Harzheim fordert weitere Tanklöschfahrzeuge an, um genügend Wasser zum Löschen zu haben. Etwa 10.000 Liter seinen verbraucht worden, bis auch die Fahrbahn gelöscht war. Schließlich setzten die Einsatzkräfte auch noch Schaum ein. Harzheim: „Der Lkw war nicht beladen, sodass keine Ladung gelöscht werden musste.“
Die Polizei hatte zeitnah die komplette Autobahn 4 in Richtung Köln gesperrt. Durch die Hitze auf der Fahrbahn wurde der Oberbelag so sehr beschädigt, dass er aufwendig repariert werden musste. Harzheim rückte mit seinen 32 Kräften gegen 7.30 Uhr wieder ein.
„Seit auf der Autobahn Tempo 130 gilt, haben sich wesentlich weniger Unfall hier ereignet. Doch dieser Unfall war seit längerer Zeit wieder einer, mit schrecklichem Ausgang“, so der Einsatzleiter weiter.

Die Autobahn 4 wurde für Stunden in Fahrtrichtung Köln gesperrt.
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Am Freitag wurden am frühen Nachmittag Fahrzeuge von einem Bergungsunternehmen abgeschleppt. Anschließend begannen die Reparaturarbeiten. Die Autobahnpolizei sprach von einer Dauer der Vollsperrung bis mindestens 20 Uhr.
Tödlicher Unfall auf der A4 – Vollsperrung womöglich bis Samstag
Trotz weiträumiger Ausweichempfehlungen kam es zu zahlreichen Staus im Rhein-Erft-Kreis und im Kreis Düren. Besonders die Bundes- und Landstraße waren stark frequentiert.
Die Auswirkungen auf den Verkehr sind gravierend. Die Autobahn Rheinland GmbH schloss am Freitagnachmittag nicht mehr aus, dass die Sperrung noch bis in den Samstag andauern könnte. „Die Vollsperrung wird voraussichtlich bis Samstagmittag aufrecht gehalten werden“, erklärte ein Pressesprecher der Autobahn Rheinland GmbH. Eine genaue Abschätzung dazu könne aber erst in den Abendstunden erfolgen.
Bombe in Erftstadt nahe der A61 gefunden
Am Nachmittag kam eine weitere Meldung von der Polizei und der Stadt Erftstadt dazu, die das hohe Verkehrsaufkommen noch verschärfte. In Erftstadt-Bliesheim wurde im Bereich der Karolingerstraße eine amerikanische 50 Kilogramm-Sprengbombe gefunden. „Die Bombe ist stark demoliert, aber intakt und muss deshalb gesprengt werden, so die Einschätzung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes“, teilt die Stadt mit.
Von der Evakuierung betroffen sind nach Angaben der Stadt die Straßen Im Höhlchen (vollständig), Merowingerstraße 1-25 und 2-30 (ab Brücke bis Einmündung Lambertusstrasse), Lambertusstraße 51 und 53 (Eckhäuser zur Merowingerstraße) und Karolingerstraße 58-116 sowie 51-139 b.
Die betroffene Bevölkerung wurde vor Ort persönlich informiert.“ Die Sprengung werde Einschränkungen für den Autobahn-, Straßen- und Luftverkehr mit sich bringen, heißt es seitens der Stadt. Auch die Autobahn A1/A61 wird während der Sprengung gesperrt.
Autofahrer wurden gebeten, den Bereich, wenn möglich, großräumig zu umfahren. Die Polizei rechnete mit langen Staus und erheblichen Behinderungen im Verkehr.