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„Rentner aus Florida“US-Zeitung verhöhnt Donald Trump nach Kandidatur für 2024

Lesezeit 2 Minuten
US-Präsident Donald Trump schaut skeptisch, nachdem er seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl 2024 angekündigt hat.

US-Präsidentschaftskandidat 2024: Donald Trump hat in Mar-a-Lago seine Bewerbung für die Präsidentschaftswahl 2024 bekannt gegeben. Trump will erneut für die Republikaner gegen Amtsinhaber Joe Biden antreten.

Ex-US-Präsident Donald Trump konnte sich bisher der Unterstützung konservativer Medien in den USA sicher sein. Nach seiner Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2024 wird er aber verspottet.

Ex-US-Präsident Donald Trump ist nach seiner Ankündigung, bei den Präsidentschaftswahlen 2024 kandidieren zu wollen, von der Boulevardzeitung „New York Post“ verhöhnt worden. Die Zeitung gehört dem rechts-konservativen Medien-Mogul Rupert Murdoch, der Trump bisher stets unterstützt hatte.

„Mann aus Florida macht Ankündigung“, heißt es ganz unten auf der Titelseite der „New York Post“ am Mittwoch, nachdem Trump seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024 angekündigt hatte. Statt wie üblich die Titelseite des Blatts zu füllen, wurde der 76-Jährige an den unteren Rand der Seite verbannt.

Donald Trump: US-Zeitung „New York Post“ verspottet Ex-Präsidenten auf Titelseite

Trump steht auch nicht im Anschluss direkt auf einer der ersten Seiten, seine erneute Kandidatur ist dem Blatt nur eine kleine Meldung auf Seite 26 wert. Ein klarer Fingerzeig von Murdoch, dessen Medien bereits nach den Midterm-Wahlen in den USA enorm kritisch mit Donald Trump und dessen Kandidaten umgegangen waren.

Hintergrund: Donald Trump hatte zahlreiche Kandidaten bei den Zwischenwahlen in den USA unterstützt, allerdings schnitten diese überwiegend schwach ab und konnten kaum Mandate erringen. Besonders die Niederlage des bekannten TV-Arztes Dr. Mehmet Oz in der Senatorenwahl von Pennsylvania schmerzt. Ebenso die der als verheißungsvoll eingestuften Kari Lake, die in der Gouverneurswahl von Arizona ebenfalls unterlag.

Donald Trump: Republikanische Kandidaten versagen bei Midterm-Wahlen 2022

Die von den Republikanern propagierte „Rote Welle“, die zu einer Mehrheit von 30 Sitzen im US-Repräsentantenhaus führen sollte, bliebt aus. Stattdessen erreichten die Republikaner erst am Donnerstag eine knappe Mehrheit. Angesichts der Streitigkeiten innerhalb der Partei scheint es alles andere als sicher, dass die Republikaner geschlossen Gesetzesvorhaben von US-Präsident Joe Biden blockieren könnten.

Die „New York Post“ spart in ihrer Meldung auch nicht mit Ironie und Sarkasmus: „Nur 720 Tage vor der nächsten Wahl hat ein Rentner aus Florida eine überraschende Ankündigung gemacht. Er will zur Präsidentschaftswahl 2024 kandidieren“, heißt es in der Meldung.

Donald Trump: „Fox News“ distanziert sich trotz Präsidentschaftskandidatur 2024

Der „begeisterte Golfer“ Donald Trump habe seine Kampagne in Mar-a-Lago gestartet, seinem privaten Resort und seiner „Geheimdokumenten-Bibliothek“. Die Zeitung spielt damit auf die Dokumente an, die Trump nach seiner Ablösung durch Joe Biden unrechtmäßig mit nach Mar-a-Lago gebracht haben soll. Das FBI hatte das Anwesen des Ex-Präsidenten vor wenigen Monaten deswegen durchsuchen lassen.

Neben der „New York Post“ hatten sich auch die zu Murdochs Imperium gehörende Zeitung „Wall Street Journal“ und der konservative TV-Sender „Fox News“ von Trump nach den ernüchternden Ergebnissen der Republikaner distanziert. Auch weitere US-Medien kritisierten Trumps Kandidatur, die „Financial Times“ nannte ihn eine „Gefahr für die Demokratie.“ (shh)