Mehr als 100 Nachwuchsathleten, darunter auch etliche Debütanten des ETSC, nahmen an den Hallenbestenkämpfen des TuS Zülpich teil.
Leichtathletik in ZülpichElf ETSC-Sportler bestreiten den ersten Wettkampf ihres Lebens

Laufen macht Spaß, Gewinnen zaubert ein kleines Lächeln ins Gesicht: So zumindest bei Anna van Dijk vom Meckenheimer SV.
Copyright: Tom Steinicke
Es ist schon fast eine Kultveranstaltung. Seit mehr als drei Jahrzehnten veranstaltet die Leichtathletik-Abteilung des TuS Zülpich in der Dieter-Pritzsche-Halle ihre Hallenbestenkämpfe. „Ich bin hier früher selbst gerannt und gesprungen“, erinnert sich Steffen Behringer. Nun war er als Trainer des Euskirchener TSC in Zülpich und drückte kräftig die Daumen. Für elf Nachwuchsleichtathleten des ETSC war es nämlich der erste Wettkampf ihres Lebens.
Seit wenigen Monaten gibt es die Abteilung wieder und wird seitdem vor allem von Behringer und Ina Doderer mit Leben gefüllt. Letzteres galt definitiv auch für die Dreifachturnhalle der Römerstadt. Mehr als 100 Kinder rannten beispielsweise möglichst schnell 30 Meter, stießen einen Medizinball möglichst weit oder waren beim Weitsprung durchaus koordinativ gefordert. Der Grund: Bevor gemessen wurde, mussten die jungen Sportler in mehrere Reifen springen – immer mit einem anderen Bein.
Emil Behringer sichert sich die Goldmedaille in der Altersklasse M9
Und Behringer scheint seine sportlichen Gene weitergegeben zu haben. Sein Sohn Emil sicherte sich die Goldmedaille (M9). Jakob Maschke (M10) vom ETSC belegte den dritten Platz. „Die Organisation des TuS Zülpich war sensationell“, lobte Behringer: „Es war ein spannendes und fröhliches Sportfest.“

Erst durch die Reifen und danach möglichst weit springen: Leonard Hennig vom ETSC schafft die Übung samt Koordination ziemlich gut.
Copyright: Tom Steinicke

Und weg damit: Die Nachwuchsleichtathleten, hier Paul Krämer vom Team Voreifel, warfen auch Medizinbälle durch die Halle.
Copyright: Tom Steinicke
Der Höhepunkt kam zum Schluss: die Rundenläufe. Dabei rennen die Nachwuchsleichtathleten so schnell sie nur können Runden in der Dieter-Pritzsche-Halle. Und während die Akteure alles geben, sind die Eltern auf der Tribüne nicht mit weniger Einsatz dabei und feuern ihre Schützlinge an, als wäre es das 100-Meter-Finale bei den Olympischen Spielen. Aber für die jungen Leichtathleten war es ja auch vielleicht der erste Wettkampf auf dem Weg dorthin.