Das Rentner-Ehepaar aus der Eifel wusste nicht genau, was für ein Kunstwerk sie da zum Verkauf anboten.
Überraschung im ZDFWettbieten bei „Bares für Rares“ um Fund aus Haushaltsauflösung in der Eifel

Michael und Anne Zimmermann (v.r.) mit Horst Lichter und Bianca Berding bei „Bares für Rares“.
Copyright: ZDF
Anne und Michael Zimmermann aus Mechernich in der Eifel waren am Mittwoch (2. April) mit einer beeindruckenden Skulptur bei „Bares für Rares“. Das Rentner-Ehepaar hat das massive Kunstobjekt aus einer Haushaltsauflösung. In der ZDF-Sendung hofften sie auf einen stattlichen Erlös.
Die Haushaltsauflösung liege bereits 40 Jahre zurück, berichtet Michael Zimmermann im Gespräch mit Moderator Horst Lichter. „Die Skulptur hat mich so angelacht, weil wir selber früher mit den Kindern viel Schlittschuh gelaufen sind.“
„Bares für Rares“-Expertin Bianca Berding klärt über Hintergründe auf
Besonders viel wüssten sie aber nicht über das Kunstwerk, gestand Ehefrau Anne. Ein Stichwort, das „Bares für Rares“-Expertin Bianca Berding dankend aufnahm. Das Schlittschu-Paar stamme von einem französischen Künstler und Bildhauer, der bekannt dafür gewesen sei, in seinen Arbeiten kleine Geschichten zu erzählen.
„Denn es sind nicht nur zwei Schlittschuh laufende Menschen, sondern wir haben ein verliebtes Pärchen, das sich eng umschlungen hält, glücklich über die Zeit, die sie zusammen haben“, erklärt Berding.
„Bares für Rares“: Expertin freut sich über echte Bronze
Die Figur ordnete die Expertin in die Zeit des Historismus ein, zwischen 1870 und 1890. Bei dem Künstler handele es sich um Charles Georges Ferville-Suan. Zudem habe man hier eine echte Bronze, freute sich Bianca Berding in ihrer Expertise für „Bares für Rares“ hervorzuheben.
Allerdings fänden sich kleinere Spuren und minimale Beschädigungen auf der Skulptur. An der Wade einer der Figuren sei ein kleiner Abplatzer zu sehen. Für das Alter sei die Skulptur aber in gutem Zustand.
„Bares für Rares“: Kaum Hoffnung bei der Expertise, dann die Überraschung
„Vielleicht 1500 Euro?“, stellte Anne Zimmermann ihren Wunschpreis vor.
„Bares für Rares“- Expertin Bianca Berding gab dem Rentner-Ehepaar aus der Eifel mit dem Auftakt ihrer Expertenschätzung kaum Grund zur Hoffnung. „Leider ist der Künstler nicht so wahnsinnig gut verkäuflich“, so Berding. Der Stil gehöre einer vergangenen Epoche an. Die Figur brauche einen Liebhaber.

Das Schlittschuh-Paar von Charles Georges Ferville-Suan bei „Bares für Rares“.
Copyright: ZDF
Das Ergebnis der Expertenschätzung sorgte dann jedoch noch mehr für Überraschung. Denn mit 1800 Euro bis 2500 Euro lag der Preis sogar noch deutlich über dem Wunschpreis.
Glück bei „Bares für Rares“ – Händlerrunde begeistert
Das war natürlich Anlass zur Freude für die Verkäufer aus Mechernich. Allerdings blieb doch ein gewisser Zweifel zurück. Vor allem der Hinweis der Expertin, die Figur brauche einen Liebhaber, hallte nach. Sie seien doch „ein wenig angespannt“, mussten Anne und Michael Zimmermann vor dem Betreten des Händlerraums von „Bares für Rares“ eingestehen.
Im Händlerraum wurde das Ehepaar aus der Eifel jedoch mit offenen Armen begrüßt. „Das ist eine tolle Darstellung. Schlittschuhläufer auf dem Eis. Auch sehr hübsch gemachte Bewegungen. Das spricht uns, glaube ich, alle an“, so Händler Fabian Kahl. Eine Einschätzung, für die er Zustimmung aus der Runde bekam.
Wettbieten bei „Bares für Rares“ um Bronze von Ferville-Suan
Bei 500 Euro stiegen die Gebote ein. Doch so niedrig sollte der Preis nicht bleiben. Es entstand ein regelrechtes Wettbieten. Die Gebote kamen von allen Seiten. Schnell schraubte sich der Preis in die Höhe und hatte schon bald die 1000-Euro-Marke geknackt.
Und auch dann ging es stramm weiter. Die Händlerinnen und Händler gaben sich kaum Raum zum Luft holen, die Gebote gingen Schlag auf Schlag. Bei 2000 Euro verabschiedeten sich dann doch die meisten aus den Verhandlungen. Nun lieferten sich Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Mit 2300 Euro konnte sich schließlich Händler Fabian Kahl durch. Und so wechselte die Skulptur auf Mechernich bei „Bares für Rares“ schließlich den Besitzer. „Das ist ganz schön viel Geld, hat auch ein gewisses Gewicht“, freute sich Anne Zimmermann nach der Sendung.