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Myxomatose in ZülpichKaninchen im Seepark leiden unter Virus – Für Menschen ungefährlich

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Das Bild zeigt einen kleinen Teil des von Wiesen und Wald umgebenen Zülpicher Wassersportsees.

Der Aufenthalt im Seepark ist für Menschen trotz des Ausbruchs der Viruserkrankung ungefährlich.

Das Virus, das im Seepark Zülpich ausgebrochen ist, befällt Haus- und Wildkaninchen und entsteht meist durch Überpopulation.

Während Kinder und Badegäste den Sommer am Zülpicher See genießen, geht es einigen Bewohnern des Seeparks nicht so gut. Unter den Wildkaninchen geht die Viruserkrankung Myxomatose um. Das bestätigt Seepark-Sprecher Jan Blatzheim auf Nachfrage.

Die Krankheit befalle Haus- und Wildkaninchen, entstehe meist durch Überpopulation und werde durch Stechmücken und Flöhe unter den Tieren verbreitet, heißt es in einer Mitteilung des Seeparks. Die Inkubationszeit betrage etwa drei bis fünf Tage. Ein typisches Symptom sei eine eitrige Bindehautentzündung mit Schwellung der Augenlider, die sich auf den gesamten Kopf ausdehne. Nach etwa acht bis 14 Tagen verenden die Kaninchen laut Blatzheim.

Das Virus wird nicht auf Menschen übertragen

Er betont, dass die Viruserkrankung für Menschen ungefährlich ist, da sie nicht auf ihn übertragen werde. Der Aufenthalt und das Spielen in den ausgewiesenen Flächen im Seepark sei für Erwachsene und Kinder daher ungefährlich.

„Der Park wird vor Öffnung täglich abgegangen, um gegebenenfalls tote Tiere ausfindig zu machen“, so Blatzheim weiter. Auch seien Mitarbeitende dazu aufgerufen worden, kranke oder tote Tiere zu melden, damit ein Jäger das jeweilige Tier erlösen oder tote Tiere entfernen könne.

Die Jagd finde im Seepark immer außerhalb der Öffnungszeiten statt. Das rund 20 Hektar große Gelände gehöre zum Jagdrevier Zülpich und werde jagdtechnisch begleitet. Dazu gehöre die „teilweise notwendige Reduktion von Populationen“, berichtet Blatzheim.

Neben Kaninchen leben im Seepark unter anderem Gänse, Rotfüchse und Dachse. Grundsätzlich sei die Myxomatose ein „natürlicher Regulator von Wildkaninchenpopulationen“, und es komme immer wieder zu Ausbrüchen. Vor allem von August bis Oktober komme es zu einer saisonalen Häufung der Fälle, da es in dieser Zeit auch mehr Stechmücken oder Flöhe gebe, die die Krankheit übertragen, so Blatzheim. Eindämmen könne man das Problem mit einer regelmäßigen Bejagung der Kaninchenpopulationen.

Die ersten Fälle von Myxomatose sind laut Blatzheim 1952 in Europa aufgetreten. Den letzten größeren Ausbruch am Zülpicher Wassersportsee habe es vor etwa zehn Jahren gegeben.