Burscheid Live kümmert sich seit fünf Jahren um ein reges Freizeitleben in der Stadt. Auch 2023 sollen zahlreiche Feste steigen, doch den Verein treiben Sorgen um die Finanzierung um.
JubiläumsjahrBurscheid Live will 2023 trotz Geldsorgen ein „Mammutprogramm“ stemmen

Das Altstadtfest mit historischem Jahrmarkt soll auch 2023 stattfinden. Das Bild stammt von 2019.
Copyright: Ralf Krieger
2018 wurde „Burscheid Live“ gegründet. Ziel war von Beginn an, die Förderung des Freizeitlebens in der Stadt zu fördern, Events zu organisieren, bei denen Burscheiderinnen und Burscheider feiern können, und das Stadtbild zu verschönern. Fünf Jahre nach der Gründung wollen die Ehrenamtler eigenen Aussagen zufolge ein „Mammutprogramm“ stemmen.
Burscheid Live sucht neue Fördertöpfe
Ende November hätten die Mitglieder des Vereins die Veranstaltungen für 2023 beschlossen, berichtet Vorsitzender Uwe Graetke in einer Pressemitteilung. Man habe sich viel für das kommende Jahr vorgenommen, schreibt er, und berichtet mit Blick auf die Finanzierung von „Sorgenfalten, denn es müssen neue Fördertöpfe des Bundes und Landes gefunden werden, da die alten ausgelaufen sind“. Hinzu kämen die erheblichen Preissteigerungen, die an allen Ecken und Enden des Lebens zu verzeichnen sind.

Das Fest Internationales Burscheid bereitet Burscheid Live noch Sorgen, schreiben die Veranstalter.
Copyright: Jessy Schmidt
„Es ist eine schwierige Situation für uns“, schreibt Graetke, „wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen und müssen jetzt auch Buchungen vornehmen, ohne im Moment zu wissen, ob und wie viel Fördergelder wir aus Bundes- und Landesmitteln erhalten werden.“ Vor allem beim Fest Internationales Burscheid, das am 26. und 27. August stattfinden soll, sehe Burscheid Live „im Moment große Probleme“, schreibt Graetke. Dass solche Events überhaupt ausgerichtet werden könnten, sei auch das Verdienst der Unterstützer in Unternehmen, Handwerksbetrieben, Banken und der Burscheid-Stiftung der Kreissparkasse Köln.
Beim Internationalen Fest fungiert das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises als Mitveranstalter. Über die Zusammenarbeit sagt Uwe Graetke: „Wir sind uns beide darüber einig, dass diese Begegnung der Nationen nach dem überaus positiven Verlauf und dem großen Zuspruch bei Besuchern und Teilnehmern bei den beiden ersten Ausrichtungen weitergeführt werden muss.“ Dass allerdings die Stadt Burscheid sich weiterhin nicht als Mitveranstalter beteilige – anders als beim Altstadtfest –, bedauere er mit Blick auf die Bedeutung der Veranstaltung sehr, bekundet der Vereinsvorsitzende.
Burscheid Live: Programm beginnt am 19. März
Das Programm von Burscheid Live beginnt derweil schon früher, nämlich am 19. März. Dann soll die Frühjahrsshow im Kinder- und Jugendzentrum Megafon präsentiert werden. Eine Premiere gibt es vom 8. bis 10. April, wenn auf dem Marktplatz ein „Oster-Familienspaß“ ausgerichtet wird. Dabei sollen aufblasbare Eventmodule zum Einsatz kommen, deren Anschaffung vom Verein Leader Bergisches Wasserland mit fast 6000 Euro bezuschusst wurde.
Das fünfte Burscheider Altstadtfest mit nostalgischem Jahrmarkt wird in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt, 18. Mai, beginnen und vier statt wie zuletzt drei Tage auf Marktplatz und Hauptstraße gefeiert. Eine Woche nach dem diskutierten Internationalen Fest wird beim Burscheider Schützenfest am 3. September die Kinder-Kirmes ausgerichtet.
Am 4. und 5. November steigt schließlich die dritte Ausgabe des Martinsparks. Einen Martinszug allerdings, wie ihn einige Besucher in diesem Jahr gewünscht hätten, könne Burscheid Live nicht organisieren – „da der Verein längst an die Grenzen des Machbaren gestoßen ist und sich nicht noch mehr Arbeit aufbürden kann“, schreibt Graetke.