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EnergiewendeStadt Leichlingen stellt kommunale Wärmeplanung vor

Lesezeit 2 Minuten
Energie könnte demnächst auch aus der Wupper gewonnen werden. (Archvibild)

Energie könnte demnächst auch aus der Wupper gewonnen werden. (Archvibild)

Via Zoom können sich Bürgerinnen und Bürger über den Wärmeplan informieren lassen.

Die Stadt Leichlingen lädt Bürgerinnen und Bürger zur Vorstellung des kommunalen Wärmeplans ein. Um dem vom Rat beschlossenen Ziel, 2035 klimaneutral zu sein, näherzukommen und weil die Kommunen dazu verpflichtet sind, hatte die Stadt einen Wärmeplan aufgestellt. Den hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung am 24. Februar beschlossen. Jetzt sollen die Ergebnisse den Menschen in der Blütenstadt vorgestellt werden.

Die Infoveranstaltung ist rein digital geplant, sie soll über die Plattform Zoom abgewickelt werden und rund zwei Stunden dauern. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist ebenso nicht nötig. Wer Interesse hat, muss nur den Zugangslink und die Meeting-ID eingeben.

Mit der kommunalen Wärmeplanung zeigt die Kommune auf, wie sie Schritt für Schritt wegkommen von fossilen Brennstoffen wie Erdgas oder Öl und stattdessen auf erneuerbare Energien setzen will. Dekarbonisierung nennt sich dieser Prozess, für ganz Deutschland soll der im Jahr 2045 abgeschlossen sein.

Leichlingen: Theoretisch genügend Potenzial vorhanden

Wichtig: Die kommunale Wärmeplanung sei zwar „ein wichtiges strategisches Instrument“, so die Stadt. Sie sei aber nicht rechtlich bindend. Als Ergebnis ist ein Wärmeplan herausgekommen. Also sozusagen eine Stadtkarte, auf der gezeigt wird, wo das Wärmenetz ausgebaut werden kann („Wärmenetzgebiete“) und wo weiterhin dezentrale Anlagen zur Wärmeversorgung zum Einsatz kommen sollen.

Im Bericht heißt es, dass in Leichlingen Solarenergie, Umweltwärme aus Luft und Boden, die Wärme aus Abwasser und das Aquathermiepotenzial der Wupper infrage kommen. In der Theorie gibt es also genügend erneuerbare Energie in Leichlingen. Allerdings erst mal nur in der Theorie. Ob alles auch machbar ist, müsse noch geprüft werden.

Der Bericht gibt an, welche Energieträger künftig für Leichlingen infrage kommen. Damit soll der Wärmeplan auch eine „Orientierung“ für Gebäudebesitzer sein, die überlegen, ob sie sich eine Wärmepumpe anschaffen oder ihre Immobilie an das lokale Wärmenetz anschließen wollen. Energieversorger, die Wohnungsbaugesellschaften und weitere Akteure wie Gebäudeeigentümer seien an der Umsetzung des Wärmeplans beteiligt.

Auf der Infoveranstaltung will die Verwaltung erläutern, „welche Auswirkungen der Wärmeplan auf Quartiere und die eigene (zukünftige) Heizungsanlage hat und wie das Gebäudeenergiegesetz damit zusammenhängt“. Zudem sollen Beratungsangebote vorgestellt werden, die die Themen Gebäudemodernisierung und Heizungstausch betreffen.

Unter www.leichlingen.de/klimaschutz/kommunale-waermeplanung hat die Stadt alle Infos zur kommunalen Wärmeplanung zusammengestellt.

Zugangslink: https://us02web.zoom.us/j/82664995201?pwd=dHaCorNEbZSTmSNOUYtxo4yEF9LxNK.1

Meeting-ID: 826 6499 5201; Kenncode: 415870