Auf ein Verbot auch für kleinere Lkw ohne Anhänger wollte sich die Bezirksvertretung zunächst nicht einlassen.
SchleichwegIm Leverkusener Biesenbach gilt jetzt ein LKW-Durchfahrtsverbot
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In Biesenbach gilt seit kurzem ein Durchfahrtsverbot für LKW mit Anhänger.
Copyright: Stefanie Schmidt
Viel Durchgangsverkehr, keine Bürgersteige, kaum Ausweichfläche: Die Verkehrssituation im eigentlich beschaulichen Biesenbach beschäftigt die Anwohner seit langem. „Ich habe es praktisch wöchentlich erlebt, dass große LKW durchfahren wollten, dann gemerkt haben, dass es nicht passt und mühevoll drehen mussten“, berichtet eine Anwohnerin vor der Bezirksvertretung III. Dem wurde kurz vor der Sitzung bereits entgegengewirkt: Vier Tage zuvor hatte die Stadt Schilder aufstellen lassen, die ein Durchfahrtsverbot für LKW mit Anhänger ausweisen.
Selbst die kleinste Lücke wird genutzt, um sich an Fußgängerinnen und Radfahrerinnen vorbeizuquetschen und jede gerade Strecke wird zum Rasen ausgenutzt.
Die großen Lkw sind aber nicht die einzige Sorge der Bürgerantragsstellerin. In großen Teilen von Biesenbach gilt Tempo 20. Daran halten sich aber die wenigsten, klagen die Anwohner. „Selbst die kleinste Lücke wird genutzt, um sich an Fußgängerinnen und Radfahrerinnen vorbeizuquetschen und jede gerade Strecke wird zum Rasen ausgenutzt.“ Sie wünschen sich mehr Geschwindigkeitskontrollen, Bürgersteige und verkehrsberuhigende Maßnahmen. Auch ein Lkw-Fahrverbot bis 7,5-Tonnen steht in dem Antrag.
„Das wird aber schon problematisch, wenn Sie mal umziehen möchten oder Möbel geliefert bekommen“, gibt Benedikt Vennemann (FDP) zu Bedenken. Für Bürgersteige sei zu wenig Platz, steht in einer Antwort der Straßenplanung auf den Bürgerantrag. „Die engen Stellen sind aber auch nicht das Problem, da rast niemand, sonst riskiert er sein Auto“, meint Michael Prangenberg (CDU). Er plädiert für einfache Maßnahmen, um die breiten Strecken zu entschärfen.
Dafür kann sich auch Conchita Laurenz, Abteilungsleiterin Verkehrslenkung, erwärmen, schlägt aber vor, die Situation, erst einmal weiter zu beobachten. „Die Schilder stehen erst ein paar Tage, wenn das mit dem Durchfahrtsverbot nicht funktioniert, müssen wir weiter planen.“ Ein halbes Jahr Beobachtungszeit müsste man aber schon einräumen.
So wird es beschlossen, inklusive einer verstärkten Verkehrsüberwachung im Beobachtungszeitraum.