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Medizinische VersorgungLeverkusen baut eigene Leitende Notarzt-Gruppe auf

Lesezeit 2 Minuten
Feuerwehr Leverkusen hat zwei neue Notarztwagen

Notarztwagen bei der Feuerwehr 

Die Zahl der Notarzteinsätze ist kräftig gestiegen. Deshalb wird der Vertrag mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis zum Jahresende gekündigt.

Die Stadt baut eine eigene Leitende Notarztgruppe (LNA) auf und kündigt deshalb zum Jahresende die seit knapp 20 Jahren dazu bestehende Vereinbarung über eine solche gemeinsame mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Der Ausschuss für Stadtentwicklung stimmte einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung in seiner jüngsten Sitzung zu.

Ein leitender Notarzt kommt bei größeren Bränden wie jüngst etwa dem bei Dynamit Nobel, Explosionsunglücken wie bei Currenta Mitte 2021 oder größeren Verkehrsunfällen mit vielen Verletzten zum Einsatz. Hintergrund der Kündigung sind vor allem die deutliche gestiegenen Einsatzzahlen im Rettungsdienst. So nahm zum Beispiel die Zahl der Notarzteinsätze zwischen 2016 und 2022 um mehrere Hundert pro Jahr zu. Für die 3. Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans waren von 2015 bis 2016 6412 Einsätze von Notärzten im Stadtgebiet (ohne Chempark) gezählt worden. Für die 4. Fortschreibung, die der Stadtrat Mitte vergangenen Jahres verabschiedet hat, waren 7020 Einsätze von Notärzten erfasst worden. 

Diese 4. Fortschreibung fordert daher den Aufbau eines eigenen LNA, weil die bisherige Kooperation mit dem Kreis „den geänderten Anforderungen an ein modernes LNA-System für die Stadt Leverkusen nicht mehr gerecht“ werde. Der Aufbau einer eigenen LNA-Gruppe wird auch dazu führen, dass die Gebühren für Einsätze des Rettungsdienstes steigen. In der Vorlage der Verwaltung ist von Mehrkosten in Höhe von gut 45.000 Euro die Rede.