Zur Einweihung der Schloßstraße wird es keine Fete geben
FesteKeine Fete zur Fertigstellung der Schloßstraße

Das Bensberger Schlossstadtfest ist beliebt
Copyright: Anton Luhr
Die Idee der Grünen schien Charme zu haben. Wenn nach rund drei Jahren die Bauarbeiten der Schloßstraße abgeschlossen sind, feiert der gesamte Stadtteil Bensberg eine Riesensause. Für etwa zehn Millionen Euro lässt die Stadt Bergisch Gladbach die beliebte Einkaufspassage zu einer „Straße der vielen Begegnungen“ umbauen, mit neuem Straßenmobiliar, neuem Ambiente und neuen Pflastersteinen aus hochwertigem spanischem Granit.
Den Grünen schwebte vor, zum Abschluss eine große Fete mit einem verkaufsoffenen Sonntag zu organisieren, vor allem um die Not der unter der Baustelle leidenden Händlerschaft abzumildern. Aus bis dato vier verkaufsoffenen Sonntagen wären dann fünf geworden.
Eher zurückhaltend ist die Reaktion der in der Interessengemeinschaft Bensberger Handel und Gewerbe (IBH) zusammengeschlossenen Gewerbetreibenden. Um die Lage zu sondieren, hatte die städtische Wirtschaftsförderung Kontakt zur Händlerschaft aufgenommen. Ergebnis: Im Prinzip werden verkaufsoffene Sonntage positiv bewertet.
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Hilfe der Wirtschaftsförderung
Und jetzt kommt ein großes Aber: Weitere verkaufsoffene Sonntage werden kritisch gesehen. Als bessere Möglichkeit wird von der IBH vorgeschlagen, die vorhandenen Festivitäten durch zusätzliches Engagement aufzuwerten und auszubauen. Auf diese Weise soll es ebenfalls gelingen, mehr Kundinnen und Kunden in die Schloßstraße zu bringen. Dies decke sich auch mit den Aussagen einiger Händler auf der Schloßstraße, mit denen die Wirtschaftsförderung gesprochen habe, heißt es bei der Stadt.
Im Fachausschuss waren jetzt die Politiker über das Ergebnis des Prüfauftrags informiert worden. Bei einer Feier zum Abschluss des Straßenumbaus hätte das Festprogramm im Mittelpunkt stehen müssen, nicht der verkaufsoffene Sonntag; diese Leitlinie gilt für alle verkaufsoffenen Sonntage im Stadtgebiet.
Es bleibt bei vier Festen
Damit steht fest, dass es bis auf Weiteres bei den vier angestammten Festen mit ihren verkaufsoffenen Sonntagen im Stadtteil Bensberg bleiben wird. Wirtschaftsförderung und die für das Integrierte Handlungskonzept zuständigen Mitarbeiter der Stadt sollen die Stadtteilfeste dann noch stärker und intensiver unterstützen; dies ist das Ergebnis der Beratungen.
Vorbereitet wird aktuell das Frühlingsfest am Wochenende 26. und 27. April, mit verkaufsoffenem Sonntag am 27. April. Weitere verkaufsoffene Sonntage sind eingebettet in das Schlossstadtfest am 14. und 15. Juli, ins Herbstfest am 20. und 21. September und ins Martinifest am 8. und 9. November. Die Termine sind seit langem abgeklärt mit der Wirtschaftsförderung und mit den weiteren Händler-Interessengemeinschaften abgestimmt.
Auch der Rat hat zugestimmt. Theoretisch könnten die Händler in Bensberg weitere verkaufsoffene Sonntage ins Leben rufen, die Vorgaben des Landes würden dies zulassen, hatten die Grünen angeregt. Nach den jetzigen Beratungen wird es bei den vier verkaufsoffenen Sonntagen in der Schlossstadt bleiben.