Der Kommentator appelliert an die Verantwortlichen, die Angebote für die älteren Menschen nicht zu vergessen.
Senioren Die Hilfen für ältere Menschen in Bergisch Gladbach nicht vergessen
![Eine Bewohnerin eines Altenheims spielt auf einer Pflegestation das Spiel «Memory» und legt Kartenpaare zusammen.](https://static.ksta.de/__images/2024/10/25/9850acba-f16b-4de8-aa95-6335c9fd7a72.jpeg?q=75&q=70&w=2000&h=1268&fm=jpeg&s=aed43c7312146700518a34bd55d6a882)
Gedächtnistraining gehört auch zum Angebot der Begegnungsstätten
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Wir Berufstätigen werden auch mal alt sein. Im Alter, dem sogenannten „letzten Lebensabschnitt“, werden die Freunde weniger, die Gesundheit bereitet zunehmend Sorgen, das Leben ist halt so.
Wie gut, dass es dann Treffpunkte gibt, wo ältere Menschen zusammen sein können, wo es Musik gibt, Gespräche, Kursangebote, alles, was das Leben lebenswert und positiv macht. Sollten diese Angebote nicht mehr sein, bricht vieles weg. Die Struktur der Woche fehlt, das Miteinander, der soziale Austausch.
Einsamkeit ist auch ein Problem in Bergisch Gladbach
Und die Einsamkeit wird größer. Jeder Tag Einsamkeit, jeder Tag ohne Aktion, ist ein Tag zu viel im Alter und senkt die Lebenserwartung. Man darf bei der Frage der Finanzierung auch zur anderen Seite des Lebens blicken. Die Caritas, wie auch die übrigen Sozialverbände, sind die Träger der Kitas und Offenen Ganztagsschulen. Auch hier geht es oft um das Geld, weniger um die positiven Auswirkungen der Angebote.
Proteste und Demos sind leider an der Tagesordnung, muss man sagen. Das Geld fehlt überall, bei den Kommunen, beim Kreis, beim Land, beim Bund. Es geht um die Wertschätzung des sozialen Bereiches und um die Auswirkungen, die nicht immer mit Studien zu ermitteln sind.
In ein paar Jahren bin auch ich alt, was immer das heißt. Dann bin ich vielleicht froh, wenn ich zum Treff ins Caritashaus gehen kann. Falls nicht? Einsamkeit ist kein guter Gesprächspartner im Alter.