AboAbonnieren

PV-Anlage der QuarzwerkeEine halbe Million Euro Schaden durch Kabeldiebstahl in Frechen

Lesezeit 2 Minuten
Auf dem Bild ist eine Luftaufnahme der PV-Anlage zu sehen.

Für die Photovoltaik-Anlage der Quarzwerke wurden 11.352 Module auf einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratmetern verbaut.

Die Täter haben die Videoüberwachung manipuliert, das Tor aufgebrochen sowie Kabel abgeschnitten und entwendet.

In der Nacht auf Dienstag (25. Februar) haben bislang unbekannte Täter Kabel an der Photovoltaikanlage der Quarzwerke Frechen entwendet und dabei einen Sachschaden von geschätzt einer halben Million Euro hinterlassen. Dies teilt das Unternehmen mit.

Die Täter hätten die Videoüberwachung manipuliert, das Tor zur Anlage aufgebrochen und Kabel, die die Solarpaneele mit dem Wechselrichter verbinden, abgeschnitten und entwendet.

Wie lange es dauern wird, die PV-Anlage wieder voll funktionstüchtig zu machen, ist noch nicht absehbar, so die Quarzwerke.

Frechen: Täter wurden vermutlich durch Google Maps aufmerksam

Die Anlage wurde erst Anfang Juni 2024 feierlich eingeweiht und beliefert das Werk Frechen und teilweise auch die Frechener Bevölkerung mit Sonnenenergie. Für die Photovoltaik-Anlage der Quarzwerke wurden 11.352 Module auf einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratmetern verbaut. Sie liefert einen jährlichen Ertrag von 6,59 Gigawattstunden - das entspricht dem Stromverbrauch von rund 2.500 Referenzhaushalten.

Auf dem Bild sind durchgeschnittene Kabel an einer PV-Anlage zu sehen.

Beim Kabeldiebstahl an der Photovoltaik-Anlage der Quarzwerke Frechen wurden die dünnen Kabel an den Solarpaneelen durchgeschnitten und herausgezogen.

Für den Bau der neuen PV-Anlage mussten rund 250.000 Kubikmeter Erde bewegt werden, überwacht von einer ökologischen Betriebsbegleitung für den Arten- und Naturschutz. Damit potenzielle zukünftige Nachbarn nicht geblendet werden, wurden die Module eigens tiefer gelegt.

Die Quarzwerke hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung

Über die Höhe der Investition machte das Familienunternehmen, das seit mehr als 140 Jahren in Frechen Quarzsand gewinnt, damals keine Angaben. Der Quarzsand wird vor allem für die Glas- und Gießereiindustrie verwendet. Er ist beispielsweise in Fenstergläsern, Motorblöcken, Farben, Dentalprodukten oder Elektronikbauteilen enthalten.

Die Quarzwerke vermuten, dass die Täter durch den Kartendienst Google Maps im Internet auf die Anlage aufmerksam geworden seien, dort war sie vor rund drei Wochen das erste Mal online dargestellt worden.

Die Quarzwerke haben Strafanzeige erstattet und erhoffen sich Hinweise aus der Bevölkerung.