Meine RegionMeine Artikel
AboAbonnieren

Kleine PräsidentenWaldschule feiert 50-jähriges Bestehen – Anfänge vor 200 Jahren

Lesezeit 2 Minuten

1952: Grundsteinlegung für die damals noch katholische Waldschule. Schüler Horst Pütz durfte damals mitwirken.

Lohmar – Vor einem halben Jahrhundert hatten Kinder noch nicht viel zu sagen, heute können Grundschüler gar Präsidenten werden, das erfuhren die erstaunten Gäste bei der 50-Jahr-Feier der Waldschule. Da ergriff nämlich nicht nur Schulleiterin Michaela Pössinger das Mikro, sondern auch Nikita Schefer und Lotte Ramme zu ihrer Rechten und Linken.

Die Klasse 4a stimmte zum Auftakt des Festaktes 50 Jahre Waldschule das Schullied an.

Die Präsidenten sind die höchsten Vertreter des Schülerparlamentes, das einiges mitzureden hat im Schulalltag. „Zum Beispiel zur Nutzungsdauer der Schaukel in der Pause“, erklärte Viertklässlerin Lotte. „Und zur Toilettensauberkeit.“ Demokratie fängt schon im Kleinen an, so das Mädchen staatsmännisch: „Aus Kindern sollen mündige Bürger werden.“

Bis zu 515 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig

Schule früher – Schule heute, das Thema hatte passenderweise die Projektwoche aufgegriffen, die Ausstellung wurde nach dem Festakt in der benachbarten Gesamtschulaula eröffnet. Die Gründung der Waldschule 1969 war ein Zusammenschluss der beiden konfessionellen Grundschulen unter Leitung von Heinrich Quadt, so Bürgermeister Horst Krybus in seiner Festansprache. 336 Kinder besuchten damals die erste bis vierte Klasse. Etwa so viel, 331, sind es heute. Zu Spitzenzeiten in den 70er Jahren muss drangvolle Enge geherrscht haben: 1977 besuchten 515 Kinder die Waldschule.

Das könnte Sie auch interessieren:

Krybus selbst kann sich an volle Unterrichtsräume erinnern, berichtete der 58-Jährige dem staunenden Nachwuchs: „Wir waren damals 52 Kinder in der vierten Klasse.“ Heute gibt’s viel mehr Platz – auch für die stark nachgefragte Ganztagsbetreuung. Der Neubau wurde vor elf Jahren eingeweiht, ein neuer Anbau jetzt pünktlich zum Gold-Jubiläum. Musiziert wurde immer und wird auch heute noch: Die 4a präsentierte das Schullied.

Lotte Ramme (r.) und Nikita Schefer mit Michaela Pössinger.

Franziska Vey und Roman Moser spielten vierhändig auf dem E-Piano den Flohwalzer; und brachten als weiteren Beitrag des Jekits-Projektes (Jedem Kind ein Instrument) mit Sonila Zumeri, Zara Nazlier und Youssef Jando „Jeder spielt so gut er kann“ zu Gehör. Die Kunstrad-AG zeigte Atemberaubendes auf dem begrenzten Platz der Bühne, und die HipHop-AG brachte den ganzen Saal in Bewegung.