Der Südstadt-Klub muss in der Partie beim formstarken FC Gütersloh auf mehrerer Stammkräfte verzichten.
RegionalligaFortuna Köln reist geschwächt zur Mannschaft der Stunde

Zurück im Training der Fortuna: Robin Afamefuna
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Schon vor der kommenden Partie gegen den FC Gütersloh (Samstag, 14 Uhr, Ohlendorf Stadion im Heidewald) dürften die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen des SC Fortuna Köln groß gewesen sein: Dauerbrenner Adrian Stanilewicz (Sehnenverletzung) und Offensivmann Julius Biada (Herzmuskelentzündung) werden wochenlang ausfallen.
Und auch Innenverteidiger Barne Pernot und Mittelfeldspieler Joshua Eze werden in Gütersloh fehlen. Damit muss Fortuna Kölns Trainer Matthias Mink die Defensivstruktur umbauen, was gegen einen der formstärksten Gegner der Liga alles andere als ideal ist. Hoffnung gibt es zumindest bei Hendrik Mittelstädt, Dominik Ernst und Robin Afamefuna, die unter der Woche krankheitsbedingt pausieren mussten, nun aber ins Training zurückgekehrt sind. „Wir werden sehen, wie es läuft“, sagt Mink zurückhaltend.
Gütersloh, die Mannschaft der Stunde
Dass ausgerechnet jetzt eine so heikle Personalphase kommt, macht die Aufgabe in Gütersloh umso komplizierter. Der FCG ist in der Rückrunde noch ungeschlagen, hat 19 Punkte geholt und sich aus der unteren Tabellenhälfte ins gesicherte Mittelfeld katapultiert. „Sie haben eine sehr gute Mannschaft, das war schon im Hinspiel zu sehen“, erinnert sich Mink an das 1:1 aus dem vergangenen September. Damals hatte Gütersloh seine Schwierigkeiten in der Liga, sammelte wenig Punkte – doch es ließ sich bereits erahnen, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis das Team seine Qualität auf den Platz bringt.
Im vergangenen Spiel gegen die Sportfreunde Lotte (1:1) war die zweite Halbzeit der Fortuna geprägt von Unkonzentriertheiten und unnötigen Ballverlusten im Spielaufbau. Solche Phasen müssen gegen Gütersloh vermieden werden. „Wir sind eine junge Mannschaft, die in Sachen Kaderbreite nicht die Möglichkeiten hat wie andere Vereine“, sagt Mink. „Aber wir klagen nicht. Die Mannschaft hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, sie gibt immer alles.“
Vorfreude auf das Duell mit Aachen
Neben dem Ligabetrieb ist nun auch klar, wie es im Mittelrheinpokal weitergeht. Die Auslosung des Halbfinales bescherte der Fortuna ein attraktives Heimspiel gegen Alemannia Aachen. Der Drittligist gastiert am 16. April nach Köln, wo es für beide Teams um den Einzug ins Finale geht (24. Mai, Sportpark Höhenberg). „Viktoria Köln wäre auch ein schöner Gegner gewesen“, sagt Mink lachend. „Aber wir sind zufrieden mit der Alemannia. Vor allem, weil wir ein Heimspiel haben.“
Es ist eine intensive Woche, vor der die Fortuna steht. Die Personalsorgen machen die nächsten Ligaspiele nicht einfacher, doch durch den Rückzug von Türkspor Dortmund, der nach Rödinghausen der nächste Gegner gewesen wäre, gibt es zumindest etwas Entlastung im engen Terminkalender.