Der KEC beeindruckt bei den Fischtown Pinguins in Spiel eins des Viertelfinals mit kompakter Defensive und einem starken Torhüter Julius Hudacek.
Fabelhafter Playoff-StartKölner Haie gewinnen in Bremerhaven mit 5:0

Kollektiver Jubel der Kölner Haie nach dem Tor zum 4:0 durch Aubry
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Den Kölner Haien ist am Sonntag ein fabelhafter Start ins Playoff-Viertelfinale gegen die Fischtown Pinguins gelungen. Vor 4647 Zuschauern in Bremerhaven bezwang die Mannschaft von Trainer Kari Jalonen, die mit Effizienz und starker Defensive beeindruckte, die Bremerhavener mit 5:0 (1:0, 2:0, 2:0). Überragend war die Leistung von KEC-Torhüter Julius Hudacek, der seinen insgesamt dritten Shutout im Trikot der Haie feierte – und den zweiten in Bremerhaven, wo er auch in der Hauptrunde beim 2:0 am 25. Oktober im Tor gestanden hatte.
„Wir haben alle fürs Team gespielt, uns in die Schüsse geworfen und defensiv sehr kompakt gestanden, hatten auch gute Special Teams. Aber es ist nur ein Sieg. Bremerhaven wird mit einer Antwort kommen. Wir müssen wieder bereit sein“, sagte KEC-Kapitän Moritz Müller, der sein 130. Playoff-Spiel bestritten hatte, bei „Magenta Sport“. Hudacek meinte: „Es war ein hartes Spiel, auch wenn das Ergebnis vielleicht einfach aussieht. Bremerhaven hatte viele Schüsse und Chancen, aber wir haben als Team gespielt, uns gegenseitig geholfen. So wollen wir in den Playoffs auftreten.“ Spiel zwei der Viertelfinal-Serie im Modus „Best of 7“ findet am Dienstag (19.30 Uhr) in der Lanxess-Arena statt.
Kölner Haie: Erst pariert Hudacek stark, dann zeigt sich der KEC eiskalt
Da der 36-jährige Slowake das Haie-Tor hütete, fiel der finnische Verteidiger Otso Rantakari als überzähliger Importspieler aus dem KEC-Kader. Tobias Ancicka war vermutlich krank, denn auf der Bank saß als Ersatzkeeper Mirko Pantkowski. Auskünfte dazu erteilte der Verein nicht, da Personalien in den Playoffs streng geheim gehalten werden.
Hudacek stand in der Anfangsphase im Mittelpunkt des Geschehens auf dem Eis. Bereits nach 20 Sekunden bekam er den Puck zunächst nicht richtig unter Kontrolle und parierte dann einen Versuch von Miha Verlic. Überhaupt waren die Gastgeber in den ersten Minuten das dominante Team, sie kamen schnell durch die neutrale Zone und gaben weitere Schüsse auf Hudaceks Tor ab – ohne jedoch zu treffen.
Die KEC-Profis, die bald besser ins Spiel fanden, kamen ihrerseits zu einer Kontermöglichkeit durch Alexandre Grenier – und mit der zweiten Chance zum 0:1 durch Brady Austin. Ein Schuss des KEC-Verteidigers flutschte durch die Schoner des Bremerhavener Goalies Kristers Gudlevskis und über die Linie (16. Minute). Es war ein effektives erstes Drittel der Haie, die auch im Unterzahlspiel überzeugten – in drei Powerplays der Fischtown Pinguins.
„Wir stehen defensiv solide, das müssen wir weiter so machen und kaltschnäuzig vor dem Tor bleiben“, sagte Haie-Verteidiger Maximilian Glötzl, der am Sonntag 23 Jahre alt wurde, im Pauseninterview.
Im zweiten Abschnitt steigerten die Kölner ihre Effektivität und nutzten ihr erstes Powerplay zum 0:2. Gregor MacLeod hämmerte den Puck vom rechten Bullykreis aus in die Maschen. Die Kölner überstanden danach zwei weitere Überzahlspiele der Bremerhavener – und waren in ihrem zweiten Powerplay wieder erfolgreich. Parker Tuomie schlenzte die Scheibe zum 0:3 präzise in den Winkel (36.). Einige Male kamen auch die Bremerhavener durch. Zum Beispiel in der 39. Minute, als Hudacek mit dem Schläger einen Schuss von Maximilian Rausch parierte.
Im Schlussdrittel beeindruckte der 36-jährige KEC-Goalie mit einem weiteren Reflex: Einen vor ihm abgefälschten Puck fing er mit der Fanghand aus der Luft (45. Minute). Je länger die Partie lief, desto frustrierter wirkten die Bremerhavener. Sie fanden keinen echten Zugriff Spiel, da die an diesem Nachmittag zweikampfstärkeren Haie ihnen wenig Raum gaben. Den Haien gelang dagegen alles.
Als in der 52. Minute Gudlevskis zugunsten eines Feldspielers aus dem Tor ging, traf Louis-Marc Aubry nach schlauem Pass von Grenier zum 0:4 (53.). Den Schlusspunkt setzte Josh Currie, der Gudslevskis 40 Sekunden vor der Schlusssirene tunnelte – zum 0:5.
Kölner Haie: Hudacek – Sennhenn, Vittasmäki – Müller, Austin – Almquist, Glötzl – Grenier, MacLeod, Schütz – Storm, Aubry, Kammerer – Niedenz, Currie, Tuomie – Münzenberger, Tyrväinen, Wohlgemuth – van Calster. – Zuschauer: 4647. – Schiedsrichter: Iwert, Kohlmüller. – Strafminuten: Bremerhaven 6/ Köln 14. – Tore: 0:1 Austin (16:13), 0:2 MacLeod (22:52), 0:3 Tuomie (35:33), 0:4 Aubry (52:39), 0:5 Currie.