Am Samstag tragen Köln und Leverkusen hintereinander ihre Heimspiele in Leverkusen aus.
Zweite BundesligaBayerVolleys Leverkusen leisten Nachbarschaftshilfe für DSHS Köln
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rechts: Emelie Siegner (Köln)
Foto: Uli Herhaus"
Emelie Siegner (rechts) und das Team DSHS Köln spielen am Samstag zwar in Leverkusen, aber nicht gegen die BayerVolleys.
Copyright: Uli Herhaus
Man stelle sich vor, samstags würde in der BayArena am frühen Nachmittag zuerst der 1. FC Köln sein Heimspiel austragen, da das Rheinenergie Stadion – aus welchen Gründen auch immer – nicht zur Verfügung steht. Und am Abend desselben Tages ziehen die Kicker von Bayer 04 nach, um in der heimischen Arena ebenfalls ihren Auftritt zu absolvieren. Natürlich ist so ein Ablauf aus unzähligen Gründen nicht möglich. Zumindest nicht in der Fußball-Bundesliga. Aber in der zweiten Volleyball-Bundesliga Pro der Frauen passiert genau das.
Wir sind Teil einer Veranstaltung, wie es sie zuvor in der Bundesliga noch nicht gegeben hat: Zwei Heimspiele von zwei verschiedenen Vereinen hintereinander in derselben Halle
Da die DSHS SnowTrex Köln die heimische Halle 22 im Komplex der Sporthochschule nicht nutzen kann, kam die Anfrage nach Leverkusen, zu den BayerVolleys, denen Jürgen Rothe als Abteilungsleiter vorsteht. „Wir helfen dem Nachbarn gerne und tragen bei aller Konkurrenz gerne dazu bei, dass der Spielbetrieb in einem guten Rahmen weiterlaufen kann. Gleichzeitig sind wir nun aber auch Teil einer Veranstaltung, wie es sie zuvor in der Bundesliga noch nicht gegeben hat: Zwei Heimspiele von zwei verschiedenen Vereinen hintereinander in derselben Halle“, erklärt der seit Jahrzehnten im Profisport beheimatete Rothe.
Es ist tatsächlich so, dass am Samstag ein langer Volleyballtag in der Osterman-Arena stattfindet. Zuerst messen sich die Kölnerinnen um 16 Uhr mit den Binder Blaubären TSV Flacht; der Tabellenvierte gegen den Ligadritten. Um 19.30 Uhr sind dann die BayerVolleys an der Reihe, wenn sie auf demselben Untergrund die ESA Grimma Volleys empfangen. Zeitlich müsste dieses Wechselspiel funktionieren, selbst wenn Köln und Flacht sich ein langes Duell von etwa zwei Stunden liefern sollten.
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„Normalerweise sind zum Einspielen und Warmmachen eine Stunde angesetzt. Das sollte also klappen. Wir müssen nach dem Köln-Spiel noch ein paar Änderungen vornehmen, so unter anderem ein anderes Kamerasystem installieren“, erklärt der Abteilungsleiter weiter.
Paula Schröer fehlt nach Kreuzbandriss für den Rest der Saison
Soviel zum Organisatorischen. Beim Sportlichen ist Trainer Dirk Sauermann gefragt. Zuletzt gab es eine Heimniederlage gegen Hamburg, die so nicht unbedingt zu erwarten war. Erschwerend kam hinzu, dass die Volleys nicht nur das Spiel, sondern auch Paula Schröer für den Rest der Saison verloren. Sie zog sich einen Kreuzbandriss zu.
„Gegen Hamburg haben wir eigentlich recht gut gespielt. Zwei Sätze waren sehr knapp; auch die Zahlen in der Statistik weisen aus, dass wir nicht schlecht waren. Wir haben es aber versäumt, den Gegner früher zu stoppen, wenn er ein paar Punkte in Folge gemacht hat. Das müssen wir gegen Grimma besser machen. Ansonsten ist die Konstellation ähnlich wie gegen Hamburg“, erzählt Sauermann, der hofft, dass sich sein Lazarett bis Samstag etwas geleert hat.