Dank der aktuellen US-Politik ist die Wiederaufnahme von Flügen in die USA in weite Ferne gerückt.
Airport DüsseldorfNRWs größter Flughafen will weiter wachsen

Flugzeuge stehen auf dem Flughafen Düsseldorf.
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Der Düsseldorfer Airport will im laufenden Jahr 2025 weiter wachsen. „Für dieses Jahr erwarten wir mit rund 21 Millionen Passagieren ein weiteres moderates Wachstum“, sagte Düsseldorfs Flughafenchef Lars Redeligx im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Im vergangenen Jahr waren 20 Millionen Passagiere am größten Flughafen von NRW gezählt worden. Das entspricht 55.000 Fluggästen pro Tag. Das Pressegespräch fand im Euref-Campus statt, der grade kurz vor der Fertigstellung steht und vor allem Unternehmen aus den Bereichen Energie und Mobilität eine Heimat geben soll.
Damit setzt der Airport seine kontinuierliche Erholung bei den Fluggastzahlen fort. Im ersten Corona-Jahr war das Passagieraufkommen drastisch von 25,5 auf 6,5 Millionen Passagiere eingebrochen, auch das zweite Corona-Jahr war mit rund 7,5 Millionen Fluggästen für Düsseldorf eine Katastrophe. Danach erholte sich der Flugverkehr, aber nur langsam. Auch heute sei man erst bei 85 Prozent des Vor-Corona-Niveaus.
Airlines setzen größere Flugzeuge ein
Die Flugbewegungen verhalten sich gegenüber den Vorjahren nur leicht wachsend beziehungsweise konstant. 2024 wurden 155.600 Starts und Landungen gezählt, 2023 waren es 151.000. Der Grund liegt laut Redeligx daran, dass die Airlines zunehmend größere Flugzeuge einsetzen.
Anders als in Köln fliegt ab Düsseldorf auch das größte Passagierflugzeug der Welt. Täglich fliegt ein Airbus A380 die Strecke Dubai – Düsseldorf. Vor einigen Jahren waren sogar zwei dieser Riesenjets ab DUS im Einsatz. Flughafenchef Redeligx will nicht ausschließen, dass in den Sommermonaten wieder zwei A380 im Einsatz sind, verwies aber an die Airline. Mit Etihad und Qatar sind in Düsseldorf gleich drei Golf-Airlines vertreten, die sich einen harten Wettbewerb auf der Strecke liefern.
Vor einigen Jahren wurden von Düsseldorf aus auch Transatlantikflüge, beispielsweise nach New York und Chicago angeboten. Dass diese wiederkehren, ist ungewiss. Es sei aktuell nicht absehbar, wann der Airport der Landeshauptstadt wieder eine direkte Flugverbindung in die USA bekomme, so Geschäftsführer Lars Redeligx.
Für die USA ist es jetzt in der Tat schwierig, in der Glaskugel einen genauen Termin nennen zu wollen
„Für die USA ist es jetzt in der Tat schwierig, einen genauen Termin zu nennen“, so Redeligx: „Grundsätzlich sind wir optimistisch. Natürlich braucht es auch immer die richtigen Rahmenbedingungen.“ Die seien vor dem Hintergrund der aktuellen US-Politik natürlich unsicher. Die US-Flüge waren im Zuge von Corona gestrichen worden.
Nach verlustreichen Jahren in der Corona-Zeit hat der Düsseldorfer Flughafen 2024 erneut schwarze Zahlen geschrieben und einen Jahresüberschuss von 13,6 Millionen Euro erzielt. Ausgeschüttet wird davon aber nichts, laut Finanz-Geschäftsführer Pradeep Pinakatt werden die Gewinne einbehalten und zur Reduktion des Schuldenbergs genutzt. Insgesamt konnte der um 45 Millionen Euro reduziert werden. Der Flughafen ist je zu 50 Prozent im Besitz der Stadt Düsseldorf einerseits und zwei privaten Investoren andererseits. Die gehen also leer aus, hatten aber vor 2020 am Flughafen ordentlich verdient.